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Halswirbelsäule

Gesundheisinfo

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Ihr Poser Markus




1) Schiefhals ( Torticollis )
2) Spannungskopfschmerz ( Cephalgia musculotensiva )
3) Nacken-Schulter-Hinterkopf-Syndrom ( Cervicalgia )
4) Fehlstellung der obersten Rippe
5) Bandscheibenabnutzung in der Halswirbelsäule ( Degeneratio disci intervertebralis cervicalis )
6) Cervicobrachiale Syndrom ( Nervöse Schmerzen im Arm )
7) Thoracic-outlet-Syndrom (Neurovaskuläres Kompressionssyndrom )


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1) Schiefhals
 
DIAGNOSE
: Torticollis
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Schiefhals


ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Torticollis acuta: Die Halsmuskeln spannen sich einseitig an, drehen und neigen dadurch
den Kopf und verursachen einen Krampf (Spasmus). Die Ursache für die Verspannung liegt in funktionellen Störungen der Bandscheiben oder Halswirbelsäulengelenke.Torticollis spastica (cervicale Dystonie): Die Symptome sind denen des akuten Schiefhalses sehr ähnlich, die Ursachen liegen jedoch im Zentralnervensystem. Genauere Ursachen sind nicht bekannt. In Finnland vermutet man etwa 1000 Patienten mit cervicaler Dystonie, von denen die Mehrzahl Frauen sind.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Bei beiden Formen ist der Kopf des Patienten geneigt und in eine Zwangsstellung gedreht, aus der er nur unter starken Schmerzen weggedreht werden kann. Ein Teil der Hals- und Nackenmuskulatur ist reflexartig angespannt. Wenn die Ursache in Bandscheiben- oder Gelenkproblemen der Halswirbelsäule liegt, ist der Patient in Ruhe oft schmerzfrei, unter Belastung treten die Symptome aber wieder auf. Vor allem bei der spastischen Form tritt zusätzlich Kopfnicken und -zucken auf. Die Ursache für die Muskelschmerzen ist ein Sauerstoffmangel der überaktiven Muskeln (Ischämie). Hält der Zustand lange an, kann es zu Veränderungen der Halswirbel und zu einer Schmerzausstrahlung in die obere Extremität kommen.

UNTERSUCHUNGEN
: Das klinische Bild ist eindeutig, deswegen werden weitere Untersuchungen nicht unbedingt benötigt. Es ist jedoch wichtig, den spastischen vom akuten Schiefhals zu unterscheiden.

BEHANDLUNG
: Bei der akuten Form werden die Symptome durch leichte, vorsichtige Massagen, durch Wärme und eine weiche Halskrause gelindert. Gegebenenfalls werden Schmerzmittel und Muskelrelaxantien als Injektionen verabreicht. Leichte Dehnung der Halswirbelsäule kann ebenfalls hilfreich sein, von einer Manipulationstherapie wird jedoch während eines starken Muskelspasmus abgeraten. Wenn die Ursache in den Halswirbeln liegt, kann dem Patienten durch die Manipulationstherapie schnell geholfen werden. Bei der spastischen Form kann man auf die Primärursache keinen Einfluss nehmen, die Symptome können jedoch mit den oben genannten Maßnahmen gelindert werden. Man kann versuchen, den spastischen Muskel (meistens M.sternocleidomastoideus) durch spezielle Injektionen (Botulinustoxin) zu relaxieren, chirurgische Eingriffe im Bereich der Muskeln werden nur bei angeborenen Formen vorgenommen. Man hat die spastische Form bisher neurochirurgisch behandelt, indem man die drei obersten Nervenwurzeln durchtrennt hat und dadurch die Kopfhaltung sowie die Beweglichkeit im Hals verbessert hat. Nach der Operation ist der Zustand aufgrund Verspannung anderer Muskeln oft erneut aufgetreten, sodass man zunehmend davon abgekommen ist. Mit verschiedenen Entspannungsübungen und mit Akupunktur können Verspannungen und Schmerzen erfolgreich behandelt werden. Die Aufgabe der Physiotherapie liegt in der Schmerzlinderung, Beweglichkeitserhaltung und in der Vorbeugung von Wirbelveränderungen.

EIGENE THERAPIE
: Bei der akuten Form hilft die Schmerzmedikation, Muskelentspannung und eine Halskrause. Bei der spastischen Form beschränkt sich die patienteneigene Therapie auf die Schmerzmedikation.

PROGNOSE
: Beim akuten Schiefhals gehen die Symptome innerhalb weniger Tage zurück, können jedoch später erneut auftreten. Die Behandlung der spastischen Form (cervicale Dystonie) mit Botulinustoxin ist in 70-90% der Fälle erfolgreich, die Wirkung läßt jedoch in drei Monaten nach, sodass sie Behandlung regelmäßig wiederholt werden muss.
 

    
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2) Spannungskopfschmerz

 
DIAGNOSE
: Cephalgia musculotensiva
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Spannungskopfschmerz 


BILDBESCHREIBUNG
: Typisches Symptomgebiet
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Einseitige Benutzung der Nacken- und Schultermuskulatur kann einen Verspannungszustand dieser Muskeln verursachen, den der Patient selbst nicht lösen kann. Wird dieser Zustand dauerhaft, 
stört er die Durchblutung, den Stoffwechsel und die Funktion des Muskels. Oft geht dies mit schlechter Körperhaltung und Beweglichkeitseinschränkung der Halswirbelsäule einher. Prädisponierende Faktoren sind sitzende Tätigkeit, vor allem Computerarbeit, sowie Bewegungsmangel.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Die Symptomatik beginnt meist mit Verspannungen im Schulter-Nackenbereich. Später strahlen die Schmerzen in den Kopfbereich aus, manchmal sogar bis in die Stirn. Es können Kopfschmerzen auftreten; Übelkeit, Schwindelgefühl oder Sehstörungen kommen jedoch nicht vor. Die Symptome verschlimmern sich typischerweise gegen Ende des Arbeitstages. Ruhe bringt zwar keine direkte Schmerzlinderung, sie kann jedoch Verspannungen lösen und dadurch die Symptomatik bessern. Wärme in Form von Sauna oder warmen Duschen lindert die Symptome ebenso wie Bewegung und Korrigierung der Arbeitsergonomie.

UNTERSUCHUNGEN
: Die klinische Untersuchung durch den Arzt ist meist ausreichend. Falls zusätzlich zu den oben genannten Symptomen noch weitere Beschwerden auftreten, werden durch weitere Untersuchungen Migräne und andere mögliche Ursachen ausgeschlossen. Unter Umständen wird ein Röntgenbild von der Halswirbelsäule gemacht.

BEHANDLUNG
: Vor Behandlungsbeginn ist es wichtig, die Ursachen der Erkrankung zu klären; diese sind meistens schlechte Arbeitsergonomie, zu seltene Pausen während der Arbeit und Bewegungsmangel. Die Therapie selbst besteht aus Lockerung der Muskulatur sowie aus Verbesserung der Körperhaltung und der Beweglichkeit der Wirbelsäule. Wärmebehandlung vor der eigentlichen Therapie verstärkt dessen Wirkung. In schmerzhaften Fällen ist bei Therapiebeginn eine Schmerzmedikation indiziert.

EIGENE THERAPIE
: Patienteneigene, die Therapie unterstützende Maßnahmen sind ein wesentlicher Teil der Behandlung. Während der Schmerzphase ist Wärme z.B. in Form von Sauna oder warmen Duschen sehr hilfreich. Auch die medikamentöse Behandlung zeigt deutliche Erfolge. Bei der Vorbeugung erneuter Beschwerden sind regelmäßige Bewegung, Pausen beim Arbeiten und richtige Arbeitshaltungen von großer Bedeutung.

PROGNOSE
: Bei entsprechender Therapie lassen die Beschwerden schnell nach.

 

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3) Nacken-Schulter-Hinterkopf-Syndrom

 
DIAGNOSE
: Cervicalgia
BILDBESCHREIBUNG
: Für Cervicalgia typisches Symptomgebiet


ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Nacken-Schulter-Hinterkopf-Syndrom

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: An Schmerzzuständen im Schulter- Nackenbereich leiden ca. 60% der finnischen Bevölkerung in irgendeiner Phase ihres Lebens. Eine Ursache für die Beschwerden kann u.a. eine ungünstige Arbeitshaltung sein, bei der die Arme angehoben sind (z.B. Schreibmaschinentätigkeit oder Bedienung im Restaurant). Mögliche Ursachen sind auch Streß, Unzufriedenheit bei der Arbeit und Traumata im Nackenbereich, z.B. Schleudertrauma, Wirbelbrüche usw. Schmerzzustände im Kopfbereich können jedoch auch durch Migräne entstehen. Bei Fortbestehen der Symptome sollte immer eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Die häufigsten Symptome sind Schmerzen im Nacken, Hinterkopf und/oder Schulterbereich, die in die Schultergelenke und Arme ausstrahlen können. Zusätzlich findet man im Schulter-Nackenbereich Verspannungen und eine Druckschmerzhaftigkeit der Muskulatur.

UNTERSUCHUNGEN
: Der Arzt stellt die Diagnose aufgrund der Anamnese und der klinischen Untersuchung des Schulter- Nackenbereichs. Bei der Untersuchung wird auf die Beweglichkeit und Muskelspannung in der Halswirbelsäule geachtet.

BEHANDLUNG
: Die Therapie besteht hauptsächlich aus Entlastung, z.B. in Form von Verbesserung der Arbeitsergonomie. Physiotherapie (z.B. Wärme und Massagen) kann zur Lösung von Verspannungen und später zur Verbesserung der Muskelfunktion hilfreich sein. In sehr schmerzhaften Phasen verschaffen vom Arzt verschriebene Schmerzmittel und Muskelrelaxantien Erleichterung.

EIGENE THERAPIE
: Bei akuten Schmerzzuständen sind Schmerzmittel und Muskelrelaxantien hilfreich, manchmal helfen auch warme Duschen und Bäder. Ausreichende Bewegung sorgt dafür, dass die Symptome nicht wieder auftreten.

PROGNOSE
: Wenn die Ursachen geklärt sind und die Erkrankung entsprechend behandelt wird, ist die Prognose gut.
 

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4) Fehlstellung der obersten Rippe

 
DIAGNOSE
: Fehlstellung der Costa I
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Fehlstellung der obersten Rippe

   
BILDBESCHREIBUNG
: 1. Oberste Rippe

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Verspannte Halsmuskeln können zu einer Fehlstellung der ersten Rippe entweder nach oben oder nach unten (sog. Ausatmungsfehlstellung) führen. Als Ursache kommen strukturelle Faktoren im Bereich der Halswirbelsäule, kräftige Bewegungen der oberen Extremität, bei denen die Halsmuskulatur mitbeteiligt ist, sowie Ein- und Ausatmbewegungen in Frage. Durch diese Faktoren kann es zu einer Reizung von  Gefäß- oder Nervenstrukturen kommen, die dann entweder zwischen Rippe und Wirbel oder zwischen oberster Rippe und Schlüsselbein komprimiert werden (vgl. TOS-Syndrom). Am häufigsten findet man diese Beschwerden bei jungen Erwachsenen.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Der Patient hat auf der Seite der Symptome verspannte Nackenmuskeln. Kopfneigung zur betroffenen Seite verschafft Erleichterung, während das Drehen des Kopfes zu dieser Seite erschwert ist. Der Schmerz ist stumpf und dauerhaft, und die Schultermuskulatur kann auf der betroffenen Seite sehr druckempfindlich sein. Die Schmerzen strahlen oft in den Arm und in die Hand aus, eigentliche neurologische Symptome findet man aber nicht. Bei Extremstellungen des Schultergelenks können Schmerzen und Spannung spürbar sein.

UNTERSUCHUNGEN
: Mit Hilfe der klinischen Untersuchung läßt sich eine verminderte Beweglichkeit und eine Fehlstellung der obersten Rippe diagnostizieren. Mit einer Röntgenuntersuchung können andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, z.B. eine Halsrippe.
BEHANDLUNG: Die Fehlstellung der Rippe wird mit Physiotherapie korrigiert.
 
EIGENE THERAPIE
: Dem Patienten werden Anweisungen gegeben, wie er die Beweglichkeit seiner Rippen verbessern  (Aktivierung der Scalenusmuskeln) und verspannte Muskeln dehnen kann.  Zusätzlich wird seine Körperhaltung überprüft.
 
PROGNOSE
: Wenn die Fehlstellung behandelt wird, ist die  Prognose gut; wenn nicht, können chronische Beschwerden entstehen.
 

 

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5) Bandscheibenabnutzung in der Halswirbelsäule
 
DIAGNOSE
: Degeneratio disci intervertebralis cervicalis  
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Bandscheibenabnutzung in der Halswirbelsäule

BILDBESCHREIBUNG
:  1. Abgeflachte/abgenutzte Bandscheibe
                                 2. Durch die Abnutzung bedingtes reaktives Knochenwachstum
                                 3. Durch das Knochenwachstum eingeengter Nervenaustrittskanal

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Eine Abnutzung der Bandscheiben im Halswirbelsäulen-Bereich tritt überwiegend nach dem 45. Lebensjahr auf. Sie kann entweder durch ein Trauma oder als Folge langjähriger Belastung entstehen. Der Flüssigkeitsgehalt der Bandscheibe nimmt ab, die Bandscheibe wird porös und flacher. Dadurch nimmt der Abstand zwischen den Wirbeln ab, und mit der Zeit kann es im Bereich von Wirbelkörper und Dornfortsätzen zu reaktivem Knochenwachstum kommen, wodurch die Austrittsstellen der Spinalnerven eingeengt werden können. Degenerative Veränderungen sind im mittleren Alter häufig, verursachen jedoch selten Symptome. Auch bei jüngeren Personen kann es durch wiederholte Stöße und Prellungen, z.B. beim Sport (American Football), zu degenerativen Veränderungen kommen.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Zu den häufigsten Symptomen gehören Steifheit der Halswirbelsäule und Muskelschmerzen im Schulter-Nacken-Bereich, die in die obere Extremität ausstrahlen. Zusätzlich können Kopfschmerzen und Schwindelgefühl auftreten. In den Arm ausstrahlende Schmerzen sind entweder scharf auf bestimmte Bereiche des Arms oder der Finger begrenzt oder auf die ganze obere Extremität verteilt. Die Symptome treten meistens morgens und aufgrund Ermüdung der Muskulatur gegen Ende des Arbeitstages auf.

UNTERSUCHUNGEN
: Klinische Untersuchung durch den Arzt und eventuell Röntgenuntersuchung, Kernspintomographie oder Messung der Nervenleitungsgeschwindigkeit (ENMG).

BEHANDLUNG
: Mit der Physiotherapie werden gute Ergebnisse erzielt. Die Therapie besteht aus Muskellockerung  (Wärmebehandlung, Massagen, Elektrotherapie, Dehnungsübungen), Bewegungstherapie (Beweglichkeits- und Haltungsverbesserung, Muskelstärkung) und Zugtherapie. Schmerzmittel lindern sowohl die Schmerzen als auch eine mögliche Entzündung. Eine Operation ist nur in Sonderfällen indiziert.

EIGENE THERAPIE
: Wärmebehandlung ist meist in der Phase der akuten Reizung hilfreich. Der Patient kann zusätzlich eine Halskrause tragen, um die Symptomatik zu lindern. Eine Überprüfung der Halswirbelsäulenstellung ist wichtig, außerdem sollten Extremstellungen vermieden werden, vor allem Rückwärtsneigung und Drehung des Kopfes.

PROGNOSE
: Eine Bandscheibendegeneration bildet sich nicht wieder zurück, die Symptome bessern sich jedoch innerhalb von 1-2 Monaten nach Therapiebeginn. Degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule verursachen nur selten chronische Beschwerden, die meisten Patienten bleiben ihr ganzes Leben lang beschwerdefrei.
 
 

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6) Cervicobrachiale Syndrom

 
DIAGNOSE
: Syndroma cervicobrachiale  
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Nervöse Schmerzen im Arm, die auf die Halswirbelsäule zurückzuführen sind


BILDBESCHREIBUNG
:    1. Durch degenerative Prozesse eingeengte Nervenaustrittsstelle
                                   2. Normale Nervenaustrittsstelle

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Schmerzen, die von der HWS ausgehen, strahlen typischerweise in die obere Extremität aus. Die Ursache für die Schmerzen kann eine Kompression der Spinalnerven sein, die durch reaktives Knochenwachstum infolge einer Bandscheibendegeneration entsteht. Eine Reizung der Spinalnerven kann auch durch eine Bandscheibenabflachung zustande kommen oder weichteilbedingt sein. Die Beschwerden können jedoch auch durch ein Schleudertrauma entstehen. Höheres Lebensalter ist wegen degenerativer Prozesse ein Risikofaktor für das Auftreten von Cervicobrachialgie. Als Risikofaktoren gelten zusätzlich noch starke Belastung des Nackens und falsch angewöhnte Körperhaltungen.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Am häufigsten treten Nackenschmerzen auf, die in die obere Extremität ausstrahlen und die meistens nur einseitig sind. Außerdem leidet der Patient oft an Sensibilitätsstörungen und Muskelschwäche im Arm. Die Beweglichkeit in der Halswirbelsäule ist eingeschränkt, und manche Bewegungen verschlimmern sogar die Symptome. Die Symptome variieren je nach dem, wie stark der Nerv eingeklemmt ist.

UNTERSUCHUNGEN
: Die klinische Untersuchung durch den Arzt ist sehr wichtig. Effektive bildgebende Verfahren sind die Röntgenuntersuchung und z.B. das MRT (Kernspintomographie). Mit der ENMG - Untersuchung (Messung der Nervenleitungsgeschwindigkeit) kann die Funktion des Nerven überprüft werden.

BEHANDLUNG
: Mit der Physiotherapie werden gute Behandlungsergebnisse erzielt. Die Therapie besteht aus Lockerung der Muskulatur und Mobilisierung des komprimierten Nerven. Ein wichtiger Teil der Behandlung ist die Beratung zur richtigen Ergonomie sowie die Erstellung eines Übungsprogramms zur Muskelaktivierung und zur Verbesserung der Beweglichkeit. Beim nervösen Schmerz also neuropathischen Schmerz sind Schmerzmittel oft unwirksam. Eine Operation kommt nur selten in Frage und eigentlich nur dann, wenn es sich um eine schwere Wurzelkompression handelt, z.B. bei einem Bandscheibenprolaps oder bei einer Rückenmarkskompression.

EIGENE THERAPIE
: Wenn es sich um eine Nervenwurzelkompression handelt, ist es wichtig, eine Rückwärtsneigung und Drehung des Kopfes zur betroffenen Seite zu vermeiden. Die Symptome können durch eine entzündungshemmende Schmerzmedikation sowie durch Wärme oder Kühlung gebessert werden. Das Kissen sollte den Nacken gut stützen. Die Drehung des Kopfes zur gesunden Seite und Kopfhochlage verschaffen Erleichterung. Eine bequeme Lage ist die Rückenlage, bei der der Kopf mit einem Kissen gestützt und zur gesunden Seite gedreht wird.

PROGNOSE
: Die konservative Therapie lindert meistens die Symptome oder läßt sie sogar ganz abklingen. Die Symptome variieren stark, und zwischendurch können auch einige beschwerdefreie Jahre liegen. Auch das Fortschreiten der degenerativen Prozesse kann sich für mehrere Jahre einstellen.
 
 

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7) Thoracic-outlet-Syndrom


DIAGNOSE
: Thoracic outlet syndrome (TOS)  
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Neurovaskuläres Kompressionssyndrom im Bereich der oberen Brustkorböffnung



BILDBESCHREIBUNG
: Für TOS typisches Kompressionsgebiet, von dem aus die Schmerzen in den Arm ausstrahlen.

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Es handelt sich um einen Kompressionszustand des Nerven- und Gefäßbündels. Die Kompression kann durch Verspannung der vorderen Halsmuskeln oder des kleinen Brustmuskels zustande kommen. Seltenere Ursachen sind strukturelle Abweichungen im Knochenaufbau. Prädisponierende Faktoren sind einseitige armbetonte Arbeit, vor allem das Arbeiten oberhalb der Schulterlinie. Beispiele hierfür sind Bankangestellte, Näherinnen und Personen, die am Computer arbeiten. Eine eigentliche Ursache für die Entstehung des Syndroms ist nicht bekannt.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Das Syndrom verursacht typischerweise sowohl Belastungs- als auch Ruheschmerzen im Schulter-Nackenbereich und im Arm. Der Arm kann sich kraftlos  und taub anfühlen. Die Beschwerden treten häufig nachts auf. Das Arbeiten mit angehobenen Armen ist oft nicht möglich.

UNTERSUCHUNGEN
: Bei der ärztlichen Untersuchung liegt der Schwerpunkt in der Anamnese und der klinischen Untersuchung. In Röntgenbildern sieht man mögliche Abweichungen der Knochenstrukturen.

BEHANDLUNG
: Mit Hilfe der Physiotherapie kann der Druck auf Nerven und Gefäße verringert werden. Die Therapie besteht aus Dehnung von verspannten Muskeln, Korrigierung der Körperhaltung und Anweisungen für zu Hause.

EIGENE THERAPIE
: Wenn nachts ein Einschlafen des Arms auftritt, kann man den Arm aus dem Bett hängen lassen oder ein Kissen unter den Arm legen.

PROGNOSE
: Die Symptome bilden sich fast immer komplett zurück. Falls die Beschwerden von einer Halsrippe ausgelöst werden, kann eine Operation in Betracht gezogen werden.
 
 


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