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1 )Bandscheibendegeneration (Degeneratio disci intervertebralis)
2) Kissing spine -
3) Bandscheibenvorfall (Bandschebenprolaps)
4) Spinalkanalverengung (Stenosis canalis spinalis)
5) Wirbelsäulendegeneration (Spondylarthritis; Spondylarthrosis; Spondylosis)
6) Spondylolisthesis
7) Überbeweglichkeit der Lendenwirbelsäule (Hypermobilitas lumbalis)
8) Morbus Bechterew
9) Rückenschmerzen (Dorsalgie)
10)Hexenschuß (Lumbago acuta)
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1) Bandscheibendegeneration (Degeneratio disci intervertebralis)
DIAGNOSE: Degeneratio disci intervertebralis
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Bandscheibendegeneration
BILDBESCHREIBUNG:
1. Abgeflachte Bandscheibe
2. Als Folge der Abflachung entstandenes reaktives Knochenwachstum
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Die zwischen den Wirbeln gelegenen Bandscheiben funktionieren als "Stoßdämpfer" und ermöglichen eine Bewegung der Wirbel gegeneinander. Eine Degeneration der Bandscheiben kann bis auf die zwei obersten Halswirbel in jeder Höhe der Wirbelsäule auftreten. Am häufigsten findet man sie jedoch in den untersten Bandscheiben der Lendenwirbelsäule. Die Bandscheiben bestehen aus zwei verschiedenen Arten von Knorpelgewebe: Der in der Mitte gelegene Knorpel ist sehr flüssigkeitshaltig und geleeartig und wird kreisförmig von einer kollagenfasrigen Außenschicht umgeben. Bei degenerativen Prozessen nimmt der Flüssigkeitsgehalt und die Elastizität des Knorpels ab. Als Folge davon nimmt auch die Belastbarkeit der Bandscheibe ab, und es können Risse innerhalb der Bandscheibe entstehen. Die Bandscheibendegeneration scheint eine normale Alterserscheinung zu sein, das Erkrankungsrisiko wird jedoch zusätzlich durch Rauchen und genetische Prädisposition erhöht. Bei Männern tritt die Erkrankung häufiger auf als bei Frauen. Weitere Risikofaktoren sind schwere körperliche Arbeit, Stösse und Traumata.
SYMPTOME DES PATIENTEN: Die Bandscheibendegeneration tritt häufig ohne besondere Symptomatik auf. Beim MRT (Kernspintomographie) hat man bei 59% aller untersuchten beschwerdefreien Personen Anzeichen einer Bandscheibendegeneration gefunden. Die Symptomatik ist abhängig von der Lokalisation und vom Schweregrad der Degeneration. Meistens treten im betroffenen Bereich Schmerzen auf, die sich unter Belastung verschlimmern und die aus dem Rücken in die Extremitäten ausstrahlen können. Aus dem Nacken erfolgt eine Schmerzausstrahlung in den Bereich der Schulterblätter und in die obere Extremität, aus der Lendenwirbelsäule in die Gesäßregion und die untere Extremität. Morgens ist der Rücken oft schmerzhaft und steif. Während der Hypermobilitätsphase der Degeneration treten, z.B. durch Vorwärtseugen, oft plötzlich einsetzende Schmerzen auf. Diese "hexenschußartigen" Schmerzanfälle lassen in einigen Wochen nach, während dieser Zeit kann der Rücken jedoch sehr schmerzhaft sein. Die Degeneration geht sowohl mit Bewegungseinschränkungen als auch mit Hypermobilitäten einher. Mit weiterem Fortschreiten der Degeneration folgt die sog. Restabilisationsphase, während der die Beweglichkeit im betroffenen Gebiet erheblich eingeschränkt ist, die Schmerzen jedoch nachgelassen haben.
UNTERSUCHUNGEN: Eine Bandscheibendegeneration kann man nur mit Hilfe von Röntgenbildern, MRT (Kernspintomographie) oder Computertomographie sicher diagnostizieren. Im Röntgenbild sind die Bandscheiben zwar nicht sichtbar, die Degeneration ist jedoch als Abnahme des Wirbelabstandes erkennbar.
BEHANDLUNG: Die ersten Therapiemaßnahmen sind hauptsächlich vorbeugend und dienen der Funktionserhaltung des Rückens und der Sicherung einer richtigen Ergonomie. Bewegungsübungen sollten sowohl muskelstärkend als auch muskeldehnend sein. Bei Auftreten der Symptome sollten diese mit einer entsprechenden schmerz-
EIGENE THERAPIE
PROGNOSE: Die Patienten werden, unabhängig von der verabreichten Therapie, im Laufe der Jahre beschwerdefrei. Akute Schmerzphasen bilden sich innerhalb einiger Wochen von allein wieder zurück, die Heilung kann jedoch zusätzlich durch eine Manipulations-
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2) Kissing spine -
DIAGNOSE: Kissing spine
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Kissing spine -
BILDBESCHREIBUNG
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Das Kissing spine -
SYMPTOME DES PATIENTEN
UNTERSUCHUNGEN: Bei der klinischen Untersuchung werden Druckschmerzen im Bereich der Dornfortsätze und ihrer Bänder festgestellt. Die strukturellen Veränderungen sind im Röntgenbild sichtbar.
BEHANDLUNG: Das wichtigste bei der Therapie ist die Vermeidung von schmerzhaften Bewegungen. Die Schmerzen können mit einer lokalen Injektionstherapie gelindert werden. Um die Beweglichkeit, Muskelkraft und Haltung des Rückens überprüfen zu lassen, kann sich der Patient an einen Physiotherapeuten wenden.
EIGENE THERAPIE: Eine starke Rückwärtsneigung sollte vermieden werden. Mit Schmerzmitteln kann die Reizung im Bereich der Wirbel behandelt werden.
PROGNOSE: Wenn der Rücken entlastet wird und mögliche funktionelle Störungen im Rücken beseitigt werden, bilden sich die Symptome vollständig zurück.
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3) Bandscheibenvorfall (Bandschebenprolaps)
DIAGNOSE: Radiculopathia lumbalis
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Nervenwurzelreizung
BILDBESCHREIBUNG:
1. Ein Bandscheibenprolaps, der die Nervenwurzel beschädigt hat und dadurch Schmerzen verursacht, die ins Bein ausstrahlen.
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Das Rückenmark setzt sich im unteren Rücken als Nervenbündel fort, welches die Becken-
SYMPTOME DES PATIENTEN: Die Symptome liegen hauptsächlich im Innervationsgebiet des jeweiligen Nerven, also typischerweise in der unteren Extremität. Je stärker die Kompression ist, desto weiter unten und näher am Fuß findet man die Symptome. Typische Symptome sind ein Einschlafen und durch Husten oder Vorwärtsbeugen ausgelöste Rückenschmerzen, die ins Bein ausstrahlen können. Teilweise geht das Syndrom mit einer Zwangshaltung einher, bei der der Oberkörper entweder zur Seite der betroffenen Extremität oder zur Gegenseite gedreht ist. Falls die Kompression lange anhält, werden die vom betroffenen Nerven versorgten Muskeln schwächer, und es kann sogar zu einer bleibenden Muskelschwäche kommen.
DIAGNOSE
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Bandscheibenprolaps
BILDBESCHREIBUNG:
1. Lateraler Prolaps, die Beinsymptomatik bessert sich bei Seitwärtsneigung zur gesunden Seite
2. Lateraler Prolaps, die Beinsymptomatik verschlimmert sich bei Seitwärtsneigung zur betroffenen Seite. Zusätzlich treten Rückenschmerzen auf.
3. Medialer Prolaps, die Beinsymptomatik verschlimmert sich bei Seitwärtsneigung zur gesunden Seite. Zusätzlich treten Rückenschmerzen auf.
4. Medialer Prolaps, die Beinsymptomatik bessert sich bei Seitwärtsneigung zur betroffenen Seite.
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Der Bandscheibenvorfall ist die häufigste Ursache für die Entstehung einer akuten Ischiassymptomatik. Dabei wölbt sich die Bandscheibe vor und drückt auf die Nervenwurzel, wodurch die typischen Ischiasschmerzen entstehen. Bei 60% der Patienten beginnen die Symptome schleichend, bei 20% im Zusammenhang mit Heben oder ähnlichen Bewegungen, und bei 20% ohne eine äußere Ursache.
SYMPTOME DES PATIENTEN: Die Symptomatik hängt davon ab, welches der fünf Bandscheiben der Lendenwirbelsäule betroffen ist und wie stark die Bandscheibe den Nerv komprimiert. Meistens hat der Patient Kreuzschmerzen, die oft in ein Bein ausstrahlen.
UNTERSUCHUNGEN: Bei plötzlich einsetzenden Rückenschmerzen wird die Therapieindikation aufgrund der klinischen Symptomatik gestellt. In manchen Fällen werden dazu mehrere aufeinander folgende Kontrollen benötigt, die wenige Tage, einige Wochen und zwei bis drei Monate nach Auftreten der ersten Symptome durchgeführt werden. Unmittelbare Untersuchungen (CT oder MRT) und ein chirurgisches Konsil sind bei Patienten indiziert, bei denen eine Teillähmung des Schließmuskels der Harnblase oder des Anus vorliegt, oder die sehr starke, in die untere Extremität ausstrahlende Schmerzen haben.
BEHANDLUNG: Bei der Therapie sollte vor allem versucht werden, eine Chronifizierung der Beschwerden zu vermeiden. Die Behandlung hängt dabei von den Untersuchungsergebnissen ab. Meistens wird mit einer medikamentösen Therapie begonnen. Mit physiotherapeutischen Methoden kann die Nervenkompression aufgehoben werden, wodurch die Symptomatik gelindert wird.
EIGENE THERAPIE: In der Anfangsphase entzündungshemmende Schmerzmittel. Körperhaltungen und Bewegungen, die den Prolaps verschlimmern (langes Sitzen, schnelle Bewegungen, Vorwärtsbeugen usw.), sollten vermieden werde. Bettruhe nur für 1-
PROGNOSE
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4) Spinalkanalverengung (Stenosis canalis spinalis)
DIAGNOSE: Stenosis canalis spinalis
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Verengung des Spinalkanals
BILDBESCHREIBUNG:
1. Normaler Spinalkanal
2. Durch degenerative Prozesse verengter Spinalkanal
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Die Verengung des Spinalkanals kann viele verschiedene Ursachen haben. Eine vorläufige Verengung kann durch einen Bandscheibenprolaps entstehen. Längerfristige Beschwerden können z.B. durch Knochenwachstum im Bereich des Wirbelkörpers oder -
SYMPTOME DES PATIENTEN:
UNTERSUCHUNGEN: Röntgenuntersuchung; die Diagnose kann sowohl durch die Computertomographie als auch durch die Kernspintomographie gesichert werden.
BEHANDLUNG: Bei starken Verengungen ist eine Operation indiziert. Ansonsten Überprüfung der Körperhaltung, also Ergonomie. Bei Bedarf erfolgt eine Korsettbehandlung.
EIGENE THERAPIE: Es ist wichtig, für einen guten Allgemeinzustand zu sorgen und die Bauch-
PROGNOSE
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5) Wirbelsäulendegeneration (Spondylarthritis; Spondylarthrosis; Spondylosis)
DIAGNOSE: Spondylarthritis; Spondylarthrosis; Spondylosis
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Gelenkschäden der Wirbelsäule, degenerative Veränderungen
BILDBESCHREIBUNG:
1. Typische Veränderungen der Wirbelkörper bei einer Wirbelsäulendegeneration
2. Gelenkschaden der kleinen Wirbelsäulengelenke
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Mit dem Alter werden die Bandscheiben porös, flacher und weniger belastbar. An der Ober-
SYMPTOME DES PATIENTEN
UNTERSUCHUNGEN: Die Abflachung des Wirbelspaltes und die Osteophytenbildung sind im Röntgenbild sichtbar. Die Computertomographie und die Kernspintomographie geben nähere Auskunft über den Aufbau der Bandscheiben und darüber, ob Nerven eingeklemmt sind.
BEHANDLUNG: Bei der Therapie beschränkt man sich auf eine Behandlung der Symptome. Es wird versucht, dem komprimierten Nerven mehr Platz zu schaffen und dadurch die Reizung zu verringern. Das Training der Bauch-
EIGENE THERAPIE
PROGNOSE: Die Prognose ist gut, etwa im Alter von 55-
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6) Spondylolisthesis
DIAGNOSE: Spondylolisthesis
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Wirbelgleiten; Verschiebung eines Wirbelkörpers.
BILDBESCHREIBUNG:
1. Fraktur eines Wirbelbogens, wodurch sich der obere Wirbel im Verhältnis zum unteren nach vorne verschiebt und eine 2.Spondylolisthesis entsteht.
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Die Spondylolisthesis kann angeboren oder erworben sein. Die erworbene Form kann als Folge einer Degeneration, eines Traumas oder einer anderen Erkrankung entstehen. Das Ausmaß der Wirbelverschiebung wird meist in Millimeter angegeben und kann von wenigen mm bis zu mehreren cm betragen. Die erworbene Spondylolisthesis entsteht oft in der Wachstumsphase (7-
SYMPTOME DES PATIENTEN
UNTERSUCHUNGEN: Röntgenuntersuchung.
BEHANDLUNG: Behandlung von Muskelverspannungen (Hüftbeuger und Muskeln des hinteren Oberschenkels), Verbesserung der Beweglichkeit von Brust-
EIGENE THERAPIE:
PROGNOSE: Patienten mit einer Spondylolisthesis können in manchen Fällen ihr ganzes Leben lang beschwerdefrei bleiben. Leichte Symptome können mit aktivem Muskeltraining und mit einer Vermeidung von belastenden Faktoren unterdrückt werden. Eine Operation sollte vor dem 40. Lebensjahr durchgeführt werden, weil sich die Wirbelverschiebung danach meistens sowieso nicht mehr verschlimmert.
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7) Überbeweglichkeit der Lendenwirbelsäule (Hypermobilitas lumbalis)
DIAGNOSE: Hypermobilitas lumbalis
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Überbeweglichkeit der Lendenwirbelsäule
BILDBESCHREIBUNG:
1. Normale Wirbelgleitbewegung
2. Verstärkte Wirbelgleitbewegung
3. Normale Wirbeldrehbewegung
4. Verstärkte Wirbeldrehbewegung
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Die Überbeweglichkeit kann angeboren oder erworben sein. Die Wirbelsäule wird durch Traumata, Bandscheibendegenerationen, Arbeitsbelastung und bestimmte Hobbies belastet, wodurch stützende Strukturen (Bandscheiben, Bänder, Gelenkkapseln), gedehnt werden und die Beweglichkeit nicht mehr kontrollieren. Bei der Hypermobilität können sich die Wirbel somit zu stark gegeneinander bewegen. Dies kann in einem oder mehreren Wirbeln auftreten, meistens sind die untersten Lendenwirbel betroffen.
SYMPTOME DES PATIENTEN: Zu den häufigsten Symptomen gehört rasche Ermüdung und geringe Belastbarkeit des Rückens bei längerem Stehen oder Sitzen, vor allem bei nach vorne gebeugtem Rücken. Die Schmerzen sind meistens im unteren Rücken, können jedoch auch in die Gesäßregion und Leiste ausstrahlen. Morgens ist der Rücken steif, und im Laufe des Tages verbessert sich die Beweglichkeit. Kontinuierliche leichte Bewegung beugt Schmerzen vor. Ein hypermobiler Wirbel kann einrasten und stechende Schmerzen im Bereich der Wirbelfortsätze verursachen.
UNTERSUCHUNGEN: Röntgenuntersuchung, Kernspinbilder.
BEHANDLUNG: Mit der Physiotherapie werden gute Ergebnisse erzielt. Die Therapie besteht dabei aus Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur, zur Haltungsverbesserung und Dehnung von verspannten Muskeln. In der akuten Phase ist eine Korsettbehandlung hilfreich. Eine Versteifungsoperation kommt in Frage, wenn alle anderen Therapiemaßnahmen sich als unwirksam erweisen.
EIGENE THERAPIE: Es ist wichtig, die Bewegungsübungen regelmäßig durchzuführen und die Arbeitshaltung immer wieder zu überprüfen. In der akuten Phase hilft eine Korsettbehandlung, die jedoch nur von kurzer Dauer sein sollte. Wichtiger ist es, durch die Bewegungsübungen ein starkes "Muskelkorsett" aufzubauen.
PROGNOSE: Mit regelmäßigem Training und einer Haltungskontrolle bleibt der Patient beschwerdefrei. Mit dem Alter wird die Wirbelsäule steifer, wodurch sich die Symptome bessern.
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8) Morbus Bechterew
DIAGNOSE: Morbus Bechterew
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Das Wirbelsäulenrheuma (auch Spondylitis ankylosans genannt) ist eine entzündliche Allgemeinerkrankung, die fast ausschließlich Personen mit ganz bestimmten Eigenschaften (sog. HLA-
SYMPTOME DES PATIENTEN
UNTERSUCHUNGEN: Die klinische Untersuchung, bei der die typische gebückte Haltung und Steifigkeit der Wirbelsäule festgestellt werden kann, ist für die Diagnose schon ausschlaggebend. Es ist wichtig, die Beweglichkeit des Brustkorbes bei Einatmung zu untersuchen. Zur Diagnostik gehören außerdem Röntgenbilder von der Wirbelsäule und vom Iliosakralgelenk. Bei der Laboruntersuchung können die typischen Entzündungen festgestellt werden, wobei der Patient jedoch keine Rheumafaktoren im Blut hat. Bei unklaren Grenzfällen ist der Nachweis von HLA-
Die Kriterien eines M.Bechterew sind:
1. Schmerzen und Steifheit im Rücken über mindestens drei Monate
2. Schmerzen und Steifheit im Bereich der Brustwirbelsäule.
3. Bewegungseinschränkung der Lendenwirbelsäule.
4. Abnahme der Beweglichkeit des Brustkorbes.
5. Bindehautentzündung oder abgelaufene Bindehautentzündung.
6. Beidseitige Entzündung des Iliosakralgelenks.
Für die Diagnosestellung muß das Kriterium der beidseitigen Iliosakralgelenksentzündung und ein weiteres Kriterium erfüllt sein, oder es müssen vier der anderen Symptome vorhanden sein.
BEHANDLUNG
EIGENE THERAPIE: Die wichtigste Maßnahme ist die regelmäßige Durchführung des Übungsprogramms. Entzündete Gelenke können mit Kühlpackungen behandelt werden.
PROGNOSE: Eine heilende Therapie gibt es nicht. Die Erkrankung wird nur selten chronisch und bildet sich meist von selbst zurück. Sie kann jedoch aufgrund einer Infektion im Darmtrakt oder in den Geschlechtsorganen erneut auftreten. Die Erkennung eines Rezidivs ist wichtig, weil bleibende Schäden gerade in dieser Zeit entstehen. Ein lange anhaltender M.Bechterew führt zu einer Versteifung der Wirbelsäule, zu Gelenkschäden und zu einer Amyloidose. Patienten mit einer Wirbelsäulenversteifung können sich leicht Knochenbrüche zuziehen, und im Halsbereich kann eine für rheumatische Erkrankungen typische Hypermobilität auftreten. Eine leichte Ausprägung der Krankheit beeinträchtigt die Arbeitsfähigkeit nicht oder nur sehr gering. Jedoch kann das Ausüben körperlich anstrengender Tätigkeiten eingeschränkt sein.
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9) Rückenschmerzen (Dorsalgie)
DIAGNOSE: Dorsalgie
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Rückenschmerzen
BILDBESCHREIBUNG: Typisches Symptomgebiet bei Dorsalgie
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Die Diagnose Dorsalgie umfaßt viele Arten von Rückenschmerzen und andere Erkrankungen, die Rückenschmerzen verursachen. Bei allen Formen sind die Schmerzen im Lendenbereich, es tritt jedoch keine Ischiassymptomatik auf. Die Schmerzen können jedoch in die Hüften, Oberschenkel und in die Gesäßregion ausstrahlen. Prädisponierende Faktoren sind ein hohes Alter, eine starke Belastung des Rückens, schlechte Körperhaltung, schwache Muskulatur und statische Muskelanspannung. Strukturelle Abweichungen des Rückens können ebenfalls zu Rückenschmerzen führen.
SYMPTOME DES PATIENTEN: Zu den häufigsten Symptomen zählen lokale Schmerzen im Lendenwirbelsäulen-
UNTERSUCHUNGEN
BEHANDLUNG: In der Anfangsphase ist die Schmerztherapie sehr wichtig. In Frage kommen Schmerzmittel und physiotherapeutische Maßnahmen wie z.B. Manipulationstherapien, die gerade in der Anfangsphase sehr wirksam sind. Nach Abklingen der Symptome wird die Körperhaltung trainiert.
EIGENE THERAPIE: In der Anfangsphase ist Ruhe und eine Schmerztherapie mit Schmerzmitteln und Kühlpackungen empfehlenswert. Die Bettruhe sollte jedoch nicht länger als zwei Tage dauern, und danach sollte die Rückenmuskulatur wieder vorsichtig aktiviert werden.
PROGNOSE: Der größte Teil der Rückenschmerzen heilt von selbst wieder. Wenn die Symptome sich innerhalb von zwei Wochen nicht zurückbilden oder die Schmerzen so stark sind, dass sie die Arbeit behindern, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Mit konsequenter Durchführung des Übungsprogramms ist die Prognose sehr gut.
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9) Hexenschuß (Lumbago acuta)
DIAGNOSE: Lumbago acuta
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Hexenschuß
BILDBESCHREIBUNG: Körperbewegungen zur betroffenen Seite verursachen Kreuz-
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Es handelt sich um plötzliche auftretende Kreuzschmerzen, die in die Beckengegend und Hüfte ausstrahlen können. Der Rücken befindet sich oft in einer Zwangshaltung, bei der die Muskeln angespannt und schmerzhaft sind. Die Beschwerden treten oft im Zusammenhang mit schwerem Heben oder starker Körperdrehung auf, manchmal entstehen sie jedoch auch ohne klare Ursache. Die Beweglichkeit im Rücken ist wegen der Schmerzen und der Muskelanspannung eingeschränkt. Die Ursache für die Entstehung der Erkrankung kann entweder ein Bandscheibenvorfall oder eine eingerasteter Wirbel sein.
UNTERSUCHUNGEN
BEHANDLUNG: Je nach Art der Beschwerden erfolgt einfache Entlastung des Rückens bis hin zu Bettruhe. Mit der Physiotherapie werden gute Ergebnisse erzielt, die Therapie besteht dann aus einer Bewegungs-
EIGENE THERAPIE
PROGNOSE: Der Hexenschuß ist meistens gutartig, und die Beschwerden gehen innerhalb von 1-