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1) Rotatorenmanschettensyndrom (Syndroma rotator cuff )
2) Steife Schulter (Frozen shoulder, Periarthritis humeroscapularis )
3) Supraspinatussehnensyndrom (Syndroma supraspinatii )
4) Habituelle Schultergelenksluxation(Luxatio habitualis articulationes humeri )
5) Golferellenbogen (Epicondylitis medialis humeri)
6) Tennisarm (Epicondylitis lateralis humeri)
7) Karpaltunnelsyndrom (Syndroma canalis carpi)
8) Sehnenscheidenentzündung (Peritendinitis)
9) Gelenkrheuma (Arthritis rheumatoides)
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1) Rotatorenmanschettensyndrom
DIAGNOSE: Syndroma rotator cuff
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Rotatorenmanschettensyndrom
BILDBESCHREIBUNG: 1.Rotatorenmanschette
2.Ruptur
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Die Rotatorenmanschette besteht aus vier die Schulter umgebenden Muskeln. Das Rotatorenmanschettensyndrom entsteht durch eine Sehnenentzündung oder -
SYMPTOME DES PATIENTEN
UNTERSUCHUNGEN
BEHANDLUNG
EIGENE THERAPIE: Linderung von Entzündung und Schmerzen mit entsprechenden Medikamenten. Vermeidung von schmerzverursachenden Bewegungen. Erhaltung der Beweglichkeit im Schultergelenk mit Hilfe von schmerzfreien Bewegungen, die den Stoffwechsel ankurbeln und dadurch den Heilungsprozess beschleunigen.
PROGNOSE: Das Rotatorenmanschettensyndrom heilt meist sehr gut aus. Die Heilung hängt vom Schweregrad des Syndroms und von der Therapie ab.
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2) Steife Schulter
DIAGNOSE: Capsulitis adhaesiva articulationis humeri, Frozen shoulder, Periarthritis humeroscapularis ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Steife Schulter
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Die genaue Ursache der steifen Schulter ist nicht bekannt. Obwohl der Begriff Capsulitis auf eine Entzündung der Gelenkkapsel deutet, sind keine eindeutigen Entzündungszeichen zum Beispiel in Blut-
SYMPTOME DES PATIENTEN
UNTERSUCHUNGEN: Die Diagnose wird hauptsächlich nach der klinischen Untersuchung durch den Arzt sowie anhand der Symptome gestellt. Auf Röntgenbildern oder im Blutbild sind keine Veränderungen feststellbar.
BEHANDLUNG: Bei Risikogruppen sind vorbeugende Maßnahmen sehr wichtig. Dabei wird vor allem auf eine Erhaltung der Beweglichkeit im Schultergelenk nach Verletzungen oder Operationen geachtet. Während der Schmerzphase wird die steife Schulter hauptsächlich symptomatisch behandelt und die Beweglichkeit weitestgehend aufrechterhalten. Geeignete Schmerzmittel sind schwer zu finden und der Erfolg von Kortisoninjektionen variiert sehr stark. Am besten ist dem Patienten meist mit einer Kühlpackung geholfen. Während der Schmerzphase ist die Physiotherapie nur selten hilfreich, in Frage kommt dann nur eine Beratung zur Aufrechterhaltung der Beweglichkeit. Nach Abklingen der Schmerzen kann eine Physiotherapie zur Wiederherstellung der Beweglichkeit nützlich sein. In manchen Fällen wird die steife Schulter mit einer sogenannten Narkosemanipulation behandelt. Dabei handelt es sich um eine unter Narkose stattfindende Durchbewegung des Schultergelenks zur Wiederherstellung der Beweglichkeit.
EIGENE THERAPIE: Während der Schmerzphase Kühlung und Bewegung in jede Richtung in dem Maße, wie es Schmerzen und Beweglichkeit zulassen.
PROGNOSE: Die Beschwerden gehen meist von alleine zurück, aber eine vollständige Regeneration kann 1-
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3) Supraspinatussehnensyndrom
BILDBESCHREIBUNG: Schmerzhafter Kompressionszustand der Supraspinatus -
DIAGNOSE
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Entzündung, Kompressionszustand oder Teilriss des oberen Schulterhebers
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Die Entzündung entsteht durch eine chronische Überlastung des Schultergelenks oder ein vorausgegangenes Trauma. Prädisponierend sind vor allem Bewegungen, bei denen der Arm angehoben ist, und eine Belastung des Arms in Außenrotation. Die Entzündung kann akut innerhalb kurzer Zeit entstehen oder sich langsam über mehrere Tage oder Wochen entwickeln. Die Ursache einer Sehnenruptur ist meist eine plötzliche starke Innenrotation des Arms, oder ein Sturz auf die Schulter oder auf den Arm. Beim Kompressionszustand ist die Sehne des M.supraspinatus zwischen den knöchernen Anteilen des Oberarmknochens und des Schulterblatts eingeklemmt. Die primäre Ursache für diesen Zustand kann eine Entzündung sein, auf Grund der die Sehne (oder die Gelenkkapsel) gereizt ist und sich verdickt. Dies führt zu einer Verengung des ohnehin schmalen Gelenkraumes. Auch eine Luxation des Schultergelenks kann zu einem Kompressionszustand führen.
SYMPTOME DES PATIENTEN: Während der Entzündungsphase hat der Patient starke Schmerzen im Schultergelenk, die in den Arm ausstrahlen. Die Schmerzen sind bei einem Winkel von 80-
UNTERSUCHUNGEN
BEHANDLUNG: Die akute Entzündung wird mit Ruhigstellung, Kühlung und gegebenenfalls mit Kortikosteroidinjektionen therapiert. Wenn die Entzündung etwas zurückgegangen ist, wird der Arm noch 2-
EIGENE THERAPIE
PROGNOSE: Entzündungen und Kompressionszustände haben unter entsprechender Therapie gute Heilungschancen und werden selten chronisch. Eine unbehandelte Ruptur kann eine Bewegungseinschränkung im Schultergelenk hinterlassen; dies betrifft vor allem das Seitwärtsheben und die Rotation.
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4) Habituelle Schultergelenksluxation
DIAGNOSE: Luxatio habitualis articulationes humeri
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Habituelle Schultergelenksluxation
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Die Ursache der Schultergelenksluxation ist meist ein Trauma. Dies kommt besonders häufig bei sogenannten Kontaktsportarten vor. Ein prädisponierender Faktor ist eine Bandschwäche des Schultergelenks. Diese kann erblich bedingt sein oder auf einer Muskelschwäche durch geringe Benutzung des Muskelapparates beruhen kann. Die häufigste Richtung der Luxation ist nach vorne unten (85%). Der wichtigste Grund für das wiederholte Auftreten der Luxation liegt im Aufbau des Gelenks oder in einer ungenügenden Ruhigstellung nach der ersten Luxation.
SYMPTOME DES PATIENTEN: Nach einer Luxation kann der Arm aufgrund der Schmerzen kaum bewegt werden und hängt schlaff nach vorne unten.
UNTERSUCHUNGEN: Der Patient sucht einen Arzt auf, der die Schulter reponiert. Mit Hilfe von Röntgenbildern werden Knochenbrüche ausgeschlossen. Bei wiederholter Luxation kann im Röntgenbild eine Schädigung des Gelenkkopfes oder der Gelenkpfanne festgestellt werden. Bei der Untersuchung von Instabilitäten wird auch die Computertomographie (CT) zur Hilfe gezogen.
BEHANDLUNG: Nach der ersten Luxation wird der Arm für sechs (Jugendliche) bzw. vier Wochen (Erwachsene) am Körper fixiert. Dadurch wird der Schmerz verringert und die das Gelenk umgebenden Bänder und die Gelenkkapsel können sich erholen. Wird der Verband zu früh entfernt, können Bänder und Kapsel gedehnt werden, was die Gefahr einer erneuten Luxation erhöht. Falls die Luxation sehr ausgeprägt ist und andere Gewebe mitbetroffen sind, kann die Schulter operiert werden. Die vorgedehnten Bänder und Kapsel einer wiederholt luxierten Schulter können auch durch eine Operation wiederhergestellt werden. Sowohl nach der konservativen Behandlung wie auch nach einer Operation wird Krankengymnastik benötigt. Dadurch wird die Durchblutung und der Stoffwechsel im verletzten Gebiet verbessert. Schrittweise wird das volle Bewegungsausmaß erreicht und mit dem Training der das Schultergelenk stützenden Muskeln begonnen.
EIGENE THERAPIE: Durch Hängen lassen des Armes kann die Schulter von allein wieder reponieren, jedoch sollte dies beim ersten Mal ein Arzt übernehmen.
PROGNOSE: Normalerweise erholt sich der Patient sehr gut von der Luxation. Intensiver Sport (Wurf-
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5) Golferellenbogen
DIAGNOSE: Epicondylitis medialis humeri
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Golferellenbogen
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Mit dem Golferellenbogen ist ein Schmerzzustand im Bereich der Innenseite des Ellenbogengelenks gemeint. Dieser Bereich wird besonders durch wiederholte und kraftaufwendige Beuge-
SYMPTOME DES PATIENTEN
UNTERSUCHUNGEN: Die klinische Untersuchung durch den Arzt reicht meist zur Diagnosestellung aus. Zur genaueren Differenzierung kann eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden.
BEHANDLUNG: In der akuten Schmerzphase wird das Gelenk durch Entlastung beruhigt. Kortisoninjektionen wirken entzündungshemmend. Zur vollständigen Entlastung kann das Hand-
EIGENE THERAPIE
PROGNOSE: Die Symptome bilden sich je nach Schweregrad der Erkrankung innerhalb einiger Wochen oder Monate wieder zurück.
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6) Tennisarm
DIAGNOSE: Epicondylitis lateralis humeri
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Tennisarm
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Als Tennisarm wird ein Schmerz bezeichnet, der an der Außenseite des Ellenbogengelenks in die Ansatzstelle der Ellenbogenstreckermuskeln projiziert. Als Ursache gilt die Entstehung von kleinen Rissen im Ansatz der Streckersehnen. Die Ansatzstelle wird durch wiederholte und kraftaufwendige Beuge-
SYMPTOME DES PATIENTEN
UNTERSUCHUNGEN: Die klinische Untersuchung durch den Arzt ist meist ausreichend für die Diagnosestellung. Zur genaueren Differenzierung kann das Gelenk mit Ultraschall untersucht werden.
BEHANDLUNG: In der akuten Schmerzphase wird das Ellenbogengelenk durch Entlastung beruhigt. Eine vom Arzt verabreichte Kortisoninjektion wirkt entzündungshemmend. Falls das Gelenk vollständig entlastet werden soll, wird eine Schiene für das Hand-
EIGENE THERAPIE
PROGNOSE: Die Symptome bilden sich je nach Schweregrad der Erkrankung innerhalb von einigen Wochen oder Monaten wieder zurück.
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7) Karpaltunnelsyndrom
DIAGNOSE: Syndroma canalis carpi
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Karpaltunnelsyndrom
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Der Karpaltunnel besteht aus vier Handwurzelknochen und einer diese Knochen verbindenden Sehne. Im Karpaltunnel verlaufen die Sehnen der Fingerbeugermuskeln, Blutgefäße und der die Hand versorgende Nerv. Beim Karpaltunnelsyndrom ist dieser Nerv eingeklemmt. Als Ursache dafür kommen Entzündungen, rheumatische Erkrankungen, Unterarmfrakturen, Diabetes und bei Frauen Schwellungen im Zusammenhang mit den Wechseljahren in Betracht. Meistens bleibt die eigentliche Ursache ungeklärt. Die Erkrankung tritt häufig bei älteren Frauen auf.
SYMPTOME DES PATIENTEN: Meistens beginnt das Karpaltunnelsyndrom mit nächtlichen Empfindungen in Daumen, Zeige-
UNTERSUCHUNGEN
BEHANDLUNG: Behandlung der Primärerkrankung; in weit fortgeschrittenen Fällen werden durch Operationen gute Ergebnisse erzielt. Bei der Operation wird der Karpaltunnel erweitert, indem die Sehnenscheide entweder gespalten oder ganz entfernt wird.
EIGENE THERAPIE: Kühlung vermindert die Schwellung und die Symptomatik.
PROGNOSE: Die Beschwerden werden oft chronisch, wenn der Behandlungsbeginn in die Länge gezogen wird. Ansonsten ist die Prognose gut.
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8) Sehnenscheidenentzündung
DIAGNOSE: Peritendinitis
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Sehnenscheidenentzündung, Entzündung des Sehnengleitgewebes, Entzündung der Muskel-
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
SYMPTOME DES PATIENTEN: Typischerweise treten Schmerzen im Bereich der Sehne und des Muskel-
UNTERSUCHUNGEN
BEHANDLUNG: Erkrankungen im Muskel-
EIGENE THERAPIE
PROGNOSE
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9) Gelenkrheuma
DIAGNOSE: Arthritis rheumatoides
BILDBESCHREIBUNG: Die typischen Symptomgebiete im Bereich des Handgelenks.
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Gelenkrheuma
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS: Das Gelenkrheuma ist eine chronische abakterielle Entzündung eines oder mehrer Gelenke, deren Ursache unbekannt ist. Man vermutet, dass es sich dabei um eine Autoimmunreaktion handelt, bei der der Organismus aus noch unbekannten Gründen das eigene Gelenk als fremd erkennt, dieses angreift und eine Entzündungsreaktion hervorruft. Im Blut sind oft Rheumafaktoren nachweisbar. Handelt es sich um eine Folgereaktion einer Virusinfektion, fehlt der Rheumafaktor im Blut. Am Gelenkrheuma erkranken meist junge Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren oder ältere Personen im Alter von 45 bis 55 Jahren. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
SYMPTOME DES PATIENTEN: Die Symptome sind von Patient zu Patient sehr verschieden. Am häufigsten treten Schmerzen, Schwellung und Steifheit in einem oder mehreren Gelenken auf. Die Symptome sind morgens und bei Bewegungsbeginn besonders stark ausgeprägt. Das Gelenk ist oft geschwollen und die Haut erwärmt. Die kleinen Gelenke der Extremitäten zeigen diese Symptome am häufigsten. Weitere Symptome sind: Fieber, Abgeschlagenheit und Anämie. Im Laufe der Erkrankung wechseln schmerzhafte und schmerzfreie Phasen ab, wobei die Intervalle individuell unterschiedlich lang sein können. Mit fortschreiten der Erkrankung werden die Gelenke zunehmend abgenutzt, woraus Fehlstellungen resultieren können. Es können Knötchen und Vernarbungen an den Sehnen entstehen, die mit der Zeit zu einer Verstärkung der Fehlstellung führen. Dies tritt vor allem an den Händen auf. Die Symptomatik wird durch zu starke Belastung, vor allem während der Schmerz-
UNTERSUCHUNGEN
BEHANDLUNG
a) Medikation: Schmerzmittel, entzündungshemmende Medikamente, Antirheumatika (Penicillamin, Goldverbindungen)
b) Physiotherapie: Krankengymnastik, Wärme/Kühlung, Weichteilbehandlung.
Ein guter Allgemeinzustand, regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und ein geregeltes Leben sind weiterhin hilfreich. Während der schmerzfreien Intervalle wird eine Weichteilbehandlung empfohlen, während der Schmerzphase sollte das Gelenk gekühlt und durch eine Schiene gestützt werden.
c) Kortikosteroidinjektionen in das Gelenk
d) Krankengymnastik: Übungen zum Bewältigen alltäglicher Aufgaben
e) Operationen: Säuberung der Gelenke, Eingriffe an den Sehnen, Einbau von künstlichen Gelenken.
EIGENE THERAPIE: Ein guter Allgemeinzustand, regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und regelmäßige Lebensgewohnheiten helfen bei der Symptomlinderung.
PROGNOSE: Mit Hilfe der medikamentösen und physiotherapeutischen Behandlung, Bewegung und Diäteinhaltung können die Symptome minimiert und die degenerativen Prozesse im Gelenk verlangsamt werden. Das Rheuma kann zwar nicht vollständig geheilt werden, in manchen Fällen kann jedoch ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden.