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Obere Extremität

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Ihr Poser Markus 



1) Rotatorenmanschettensyndrom (Syndroma rotator cuff )
2) Steife Schulter (Frozen shoulder, Periarthritis humeroscapularis )
3) Supraspinatussehnensyndrom  (Syndroma supraspinatii )
4) Habituelle Schultergelenksluxation(Luxatio habitualis articulationes humeri )
5) Golferellenbogen (Epicondylitis medialis humeri)
6) Tennisarm (Epicondylitis lateralis humeri)
7) Karpaltunnelsyndrom (Syndroma canalis carpi)
8) Sehnenscheidenentzündung  (Peritendinitis)
9) Gelenkrheuma (Arthritis rheumatoides)



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1) Rotatorenmanschettensyndrom


DIAGNOSE
: Syndroma rotator cuff  
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Rotatorenmanschettensyndrom
     



BILDBESCHREIBUNG
:  1.Rotatorenmanschette
                                    2.Ruptur                    

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Die Rotatorenmanschette besteht aus vier die Schulter umgebenden Muskeln. Das Rotatorenmanschettensyndrom entsteht durch eine Sehnenentzündung oder -verletzung. Dies tritt gehäuft nach Erreichen des 30.-40. Lebensjahrs auf. Die Schädigung befindet sich meistens an der Ansatzstelle des Supraspinatus - Muskels, wo die Durchblutung der Sehne schlecht ist. Prädisponierend sind Dreh- und Hebebewegungen, bei denen der große Muskelansatzhöcker des Oberarmknochens und der Supraspinatusmuskel gegen das Akromion (Schulterhöhe) scheuern. Der Zwischenraum zwischen großem Höcker und Akromion verengt sich.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: In der Anfangsphase der Entzündung ist die Sehne geschwollen und gerötet. In der nachfolgenden Phase degenerieren die Sehnenstränge und verwandeln sich in Bindegewebe. Innerhalb der Sehnen entstehen Kavernen, in denen sich Kalk ablagern kann. In der dritten Phase finden sich Sehnenrisse, die meistens unvollständig sind und die entweder innerhalb der Sehne oder an der Unterfläche der Sehne liegen. Der Patient hat vor allem vorne außen am Gelenk Schmerzen, die hauptsächlich nachts auftreten und in den Oberarm ausstrahlen. Bewegungen sind schmerzhaft, und vor allem das Anheben des Arms ist behindert. Der entzündete Bereich der Sehne ist druckempfindlich. Hilfreich sind in der Anfangsphase die Vermeidung von wiederholten Dreh- und Hebebewegungen, Kühlpackungen und entzündungshemmende Schmerzmittel. Wärme, z.B. in Form von Sauna, sollte in dieser Zeit gemieden werden.

UNTERSUCHUNGEN
: Klinische Untersuchung durch den Arzt und im Zweifelsfall Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung.

BEHANDLUNG
: Die lokale Verabreichung von Kortikoiden beschleunigt den Heilungsprozess. Nach Abklingen der Akutphase hilft Krankengymnastik bei der Wiederherstellung der normalen Funktion des Schultergelenks. Eine Operation wird in Betracht gezogen, wenn die Symptome mehr als ein Jahr anhalten oder wenn eine Arbeitsunfähigkeit von über einem halben Jahr bestanden hat.

EIGENE THERAPIE
: Linderung von Entzündung und Schmerzen mit entsprechenden Medikamenten. Vermeidung von schmerzverursachenden Bewegungen. Erhaltung der Beweglichkeit im Schultergelenk mit Hilfe von schmerzfreien Bewegungen, die den Stoffwechsel ankurbeln und dadurch den Heilungsprozess beschleunigen.

PROGNOSE
: Das Rotatorenmanschettensyndrom heilt meist sehr gut aus. Die Heilung hängt vom Schweregrad des Syndroms und von der Therapie ab.



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2) Steife Schulter



DIAGNOSE
: Capsulitis adhaesiva articulationis humeri, Frozen shoulder, Periarthritis humeroscapularis ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Steife Schulter


 

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Die genaue Ursache der steifen Schulter ist nicht bekannt. Obwohl der Begriff Capsulitis auf eine Entzündung der Gelenkkapsel deutet, sind keine eindeutigen Entzündungszeichen zum Beispiel in Blut- oder Gewebeproben nachweisbar. Die steife Schulter kann aus einem Trauma der Schulter hervorgehen (Sturz, Bänderriss, Operation...) oder durch lange Ruhigstellung entstehen (nach einem Knochenbruch im Bereich der Schulter oder des Ellenbogens oder im Zusammenhang mit langer Bettruhe). Meistens lässt sich jedoch keine eindeutige Ursache finden. Die Erkrankung tritt nur selten bei unter 40-Jährigen auf, bei Frauen ist sie häufiger als bei Männern. Mögliche prädisponierende Faktoren sind zusätzlich zu Verletzungen der oberen Extremität noch Diabetes, Herzerkrankungen und Störungen der Schilddrüsenfunktion.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Die steife Schulter geht mit schrittweise stärker werdenden Schmerzen einher. Der Patient hat starke Schmerzen sowohl unter Belastung wie auch in Ruhe. Der Nachtschlaf ist gestört, und das Schlafen auf der betroffenen Seite ist unmöglich. Halten die Schmerzen länger an, wird der Bewegungsumfang auf weniger als 90 Grad nach vorne und zur Seite beschränkt. Die Außenrotation ist fast vollständig verhindert. Bei Bewegung des Schultergelenks entsteht ein Gefühl der Enge, was durch eine Schrumpfung der Gelenkkapsel oder durch Verwachsungen zustande kommt.

UNTERSUCHUNGEN
: Die Diagnose wird hauptsächlich nach der klinischen Untersuchung durch den Arzt sowie anhand der Symptome gestellt. Auf Röntgenbildern oder im Blutbild sind keine Veränderungen feststellbar.

BEHANDLUNG
: Bei Risikogruppen sind vorbeugende Maßnahmen sehr wichtig. Dabei wird vor allem auf eine Erhaltung der Beweglichkeit im Schultergelenk nach Verletzungen oder Operationen geachtet. Während der Schmerzphase wird die steife Schulter hauptsächlich symptomatisch behandelt und die Beweglichkeit weitestgehend aufrechterhalten. Geeignete Schmerzmittel sind schwer zu finden und der Erfolg von Kortisoninjektionen variiert sehr stark. Am besten ist dem Patienten meist mit einer Kühlpackung geholfen. Während der Schmerzphase ist die Physiotherapie nur selten hilfreich, in Frage kommt dann nur eine Beratung zur Aufrechterhaltung der Beweglichkeit. Nach Abklingen der Schmerzen kann eine Physiotherapie zur Wiederherstellung der Beweglichkeit nützlich sein. In manchen Fällen wird die steife Schulter mit einer sogenannten Narkosemanipulation behandelt. Dabei handelt es sich um eine unter Narkose stattfindende Durchbewegung des Schultergelenks zur Wiederherstellung der Beweglichkeit.

EIGENE THERAPIE
: Während der Schmerzphase Kühlung und Bewegung in jede Richtung in dem Maße, wie es Schmerzen und  Beweglichkeit zulassen.

PROGNOSE
: Die Beschwerden gehen meist von alleine zurück, aber eine vollständige Regeneration kann 1-2 Jahre dauern. Die Schmerzphase dauert zwischen einigen Wochen und bis zu sechs Monaten. Es folgt eine mehrere Monate anhaltende Phase, in der das Gelenk noch steif ist. Mit der Zeit lässt auch dies nach.



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3) Supraspinatussehnensyndrom   



BILDBESCHREIBUNG
: Schmerzhafter Kompressionszustand der  Supraspinatus - Sehne, der bei seitlichem Anheben des Arms um 80-120 Grad besonders ausgeprägt ist.

DIAGNOSE
: Supraspinatussehnensyndrom  (Syndroma supraspinatii )
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Entzündung, Kompressionszustand oder Teilriss des oberen Schulterhebers


ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Die Entzündung entsteht durch eine chronische Überlastung des Schultergelenks oder ein vorausgegangenes Trauma. Prädisponierend sind vor allem Bewegungen, bei denen der Arm angehoben ist, und eine Belastung des Arms in Außenrotation. Die Entzündung kann akut innerhalb kurzer Zeit entstehen oder sich langsam über mehrere Tage oder Wochen entwickeln. Die Ursache einer Sehnenruptur ist meist eine plötzliche starke Innenrotation des Arms, oder ein Sturz auf die Schulter oder auf den Arm. Beim Kompressionszustand ist die Sehne des M.supraspinatus zwischen den knöchernen Anteilen des Oberarmknochens und des Schulterblatts eingeklemmt. Die primäre Ursache für diesen Zustand kann eine Entzündung sein, auf Grund der die Sehne (oder die Gelenkkapsel) gereizt ist und sich verdickt. Dies führt zu einer Verengung des ohnehin schmalen Gelenkraumes. Auch eine Luxation des Schultergelenks kann zu einem Kompressionszustand führen.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Während der Entzündungsphase hat der Patient starke Schmerzen im Schultergelenk, die in den Arm ausstrahlen. Die Schmerzen sind bei einem Winkel von 80-120 Grad in Seitwärtshebung am stärksten, da unter diesem Winkel die Sehne besonders stark eingeklemmt wird. Ein Teilriss der Sehne ähnelt von der Symptomatik her einer Entzündung; bei einem totalen Sehnenriss kann der Arm überhaupt nicht mehr in Abduktionsstellung (Seitwärtshebung) gehalten werden. Die Symptome eines Kompressionszustands sind wie die einer Entzündung. Bei allen Formen der Erkrankung verschlimmert sich die Symptomatik durch Liegen auf der betroffenen Seite.

UNTERSUCHUNGEN
: Die Untersuchung auf den Bewegungsumfang im Schultergelenk gibt Aufschluss über die Diagnose. Mittels Kontrastmitteluntersuchung kann der Verdacht auf eine Ruptur gesichert werden, die Ultraschalluntersuchung weist eine Entzündung nach. Ein Röntgenbild kann möglicherweise strukturelle Ursachen für einen Kompressionszustand aufdecken. Eine Kernspintomographie und vor allem eine Spiegelung geben sichere Auskunft über den Zustand der Schulter.

BEHANDLUNG
: Die akute Entzündung wird mit Ruhigstellung, Kühlung und gegebenenfalls mit Kortikosteroidinjektionen therapiert. Wenn die Entzündung etwas zurückgegangen ist, wird der Arm noch 2-3 Wochen ge schont - es sollen nur leichte Übungen zur Erhaltung der Beweglichkeit gemacht werden. Zusätzlich kann der Arzt entzündungshemmende Schmerzmittel verschreiben. Die Therapie eines Sehnenrisses besteht aus Kühlung und Ruhigstellung sowie aus den gleichen Maßnahmen wie bei einer Entzündung. Bei einer schweren totalen Ruptur wird bei mobilen Patienten eine Sehnenkorrektur-Operation vorgenommen. Eine rupturierte Sehne kann sich ohne Operation nicht vollständig erholen, aber in leichteren Fällen erfolgt eine zufriedenstellende Wiederherstellung der Funktion. Bei einem schweren Kompressionszustand kann eine Platz schaffende Operation (Akromioplastik) in Erwägung gezogen werden, ansonsten wird der Kompressionszustand wie oben erwähnt behandelt. Krankengymnastik kommt erst nach Abklingen der akuten Entzündung in Frage. Anfangs ist es wichtig, für die Aufrechterhaltung der Beweglichkeit zu sorgen, später werden die das Gelenk stützenden Muskeln gestärkt (vor allem bei Kompressionszuständen und Luxationen). Der Zustand nach einer Operation erfordert oft aktive Rehabilitation zur Maximierung des Therapieerfolges.

EIGENE THERAPIE
: In der akuten Phase erfolgt durch Kühlung und Ruhigstellung des Schultergelenks Schmerzlinderung. Des weiteren sind ergonomische Lösungen auf dem Arbeitsplatz wichtig. Die Durchführung der vom Krankengymnasten erstellten Übungen sichert die Regeneration der Gewebe und kann ein erneutes Auftreten der Beschwerden verhindern.

PROGNOSE
: Entzündungen und Kompressionszustände haben unter entsprechender Therapie gute Heilungschancen und werden selten chronisch. Eine unbehandelte Ruptur kann eine Bewegungseinschränkung im Schultergelenk hinterlassen; dies betrifft vor allem das Seitwärtsheben und die Rotation.



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4) Habituelle Schultergelenksluxation


 
DIAGNOSE
: Luxatio habitualis articulationes humeri  
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Habituelle Schultergelenksluxation    

  

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Die Ursache der Schultergelenksluxation ist meist ein Trauma. Dies kommt besonders häufig bei sogenannten Kontaktsportarten vor. Ein prädisponierender Faktor ist eine Bandschwäche des Schultergelenks. Diese kann erblich bedingt sein oder auf einer Muskelschwäche durch geringe Benutzung des Muskelapparates beruhen kann. Die häufigste Richtung der Luxation ist nach vorne unten (85%). Der wichtigste Grund für das wiederholte Auftreten der Luxation liegt im Aufbau des Gelenks oder in einer ungenügenden Ruhigstellung nach der ersten Luxation.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Nach einer Luxation kann der Arm aufgrund der Schmerzen kaum bewegt werden und hängt schlaff nach vorne unten.

UNTERSUCHUNGEN
: Der Patient sucht einen Arzt auf, der die Schulter reponiert. Mit Hilfe von Röntgenbildern werden Knochenbrüche ausgeschlossen. Bei wiederholter Luxation kann im Röntgenbild eine Schädigung des Gelenkkopfes oder der Gelenkpfanne festgestellt werden. Bei der Untersuchung von Instabilitäten wird auch die Computertomographie (CT) zur Hilfe gezogen.

BEHANDLUNG
: Nach der ersten Luxation wird der Arm für sechs (Jugendliche) bzw. vier Wochen (Erwachsene) am Körper fixiert. Dadurch wird der Schmerz verringert und die das Gelenk umgebenden Bänder und die Gelenkkapsel können sich erholen. Wird der Verband zu früh entfernt, können Bänder und Kapsel gedehnt werden, was die Gefahr einer erneuten Luxation erhöht. Falls die Luxation sehr ausgeprägt ist und andere Gewebe mitbetroffen sind, kann die Schulter operiert werden. Die vorgedehnten Bänder und Kapsel einer wiederholt luxierten Schulter können auch durch eine Operation wiederhergestellt werden. Sowohl nach der konservativen Behandlung wie auch nach einer Operation wird Krankengymnastik benötigt. Dadurch wird die Durchblutung und der Stoffwechsel im verletzten Gebiet verbessert. Schrittweise wird das volle Bewegungsausmaß erreicht und mit dem Training der das Schultergelenk stützenden Muskeln begonnen.

EIGENE THERAPIE
: Durch Hängen lassen des Armes kann die Schulter von allein wieder reponieren, jedoch sollte dies beim ersten Mal ein Arzt übernehmen.

PROGNOSE
: Normalerweise erholt sich der Patient sehr gut von der Luxation. Intensiver Sport (Wurf- und Ballsportarten) sollte erst begonnen werden, wenn die Verletzung vollständig verheilt ist, also etwa 2-3 Monate nach der Verletzung.



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5) Golferellenbogen



DIAGNOSE
: Epicondylitis medialis humeri   
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Golferellenbogen

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Mit dem Golferellenbogen ist ein Schmerzzustand im Bereich der Innenseite des Ellenbogengelenks gemeint. Dieser Bereich wird besonders durch wiederholte und kraftaufwendige Beuge- und Streckbewegungen im Handgelenk und in den Fingern sowie durch Drehbewegungen im Ellenbogengelenk strapaziert. Als Ursache wird die Entstehung von Mikrotraumen in den Beugersehnen und an ihrer Ansatzstelle vermutet. Die Betroffenen sind meist älter als 40 Jahre.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Am häufigsten treten Schmerzen im Bereich der Innenseite des Ellenbogengelenks auf, vor allem beim Anspannen der Beugermuskeln. Auch die Muskulatur selbst kann schmerzhaft sein.

UNTERSUCHUNGEN
: Die klinische Untersuchung durch den Arzt reicht meist zur Diagnosestellung aus. Zur genaueren Differenzierung kann eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden.

BEHANDLUNG
: In der akuten Schmerzphase wird das Gelenk durch Entlastung beruhigt. Kortisoninjektionen wirken entzündungshemmend. Zur vollständigen Entlastung kann das Hand- oder Ellenbogengelenk geschient werden. Durch die Physiotherapie werden gute Ergebnisse erzielt. Diese besteht aus Kühlung, Tiefenwärmebehandlung und Dehnung der Muskulatur. Das Ziel der Behandlung ist es, die Funktion und Belastbarkeit von Muskel- und Bindegewebe zu verbessern sowie Schmerzen zu lindern. Falls o.g. Therapie nicht ausreicht, kann versucht werden, die Beschwerden mit Kortisoninjektionen zu behandeln. Am Arbeitsplatz sollten die Arbeitshaltung und die Höhe der Arbeitsflächen überprüft werden.

EIGENE THERAPIE
: In der Anfangsphase sollten Bewegungen, die Schmerzen verursachen, vermieden und der Arm ruhiggestellt werden. Durch Kühlung wird die Symptomatik gelindert und der Heilungsprozess beschleunigt.

PROGNOSE
: Die Symptome bilden sich je nach Schweregrad der Erkrankung innerhalb einiger Wochen oder Monate wieder zurück.



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6) Tennisarm


DIAGNOSE
: Epicondylitis lateralis humeri
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Tennisarm



ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Als Tennisarm wird ein Schmerz bezeichnet, der an der Außenseite des Ellenbogengelenks in die Ansatzstelle der Ellenbogenstreckermuskeln projiziert. Als Ursache gilt die Entstehung von kleinen Rissen im Ansatz der Streckersehnen. Die Ansatzstelle wird durch wiederholte und kraftaufwendige Beuge- und Streckbewegungen von Hand und Fingern sowie durch Drehbewegungen im Ellenbogengelenk (z.B. Computertätigkeit) belastet. Verletzungen sind an der Entstehung eines Tennisarms mit bis zu 26% verantwortlich. Die Betroffenen sind meist älter als 40 Jahre.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Am häufigsten treten während Anspannung der Streckermuskeln Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens auf. Vor allem bei gestrecktem Arm ist der Faustschluss schmerzhaft. Die Außenseite des Ellenbogengelenks und die Muskulatur ist druckschmerzhaft.

UNTERSUCHUNGEN
: Die klinische Untersuchung durch den Arzt ist meist ausreichend für die Diagnosestellung. Zur genaueren Differenzierung kann das Gelenk mit Ultraschall untersucht werden.

BEHANDLUNG
: In der akuten Schmerzphase wird das Ellenbogengelenk durch Entlastung beruhigt. Eine vom Arzt verabreichte Kortisoninjektion wirkt entzündungshemmend. Falls das Gelenk vollständig entlastet werden soll, wird eine Schiene für das Hand- oder Ellenbogengelenk angelegt. Mit der Physiotherapie werden gute Ergebnisse erzielt. Die Behandlung besteht aus Kühlung, Tiefenwärmetherapie und Dehnungsübungen für die Muskulatur. Die Behandlung hat eine Funktions- und Belastbarkeitsverbesserung von Muskel- und Bindegewebe und eine Schmerzlinderung zum Ziel. Falls o.g. Behandlung nicht hilfreich ist, kann man versuchen, die Beschwerden mit Kortisoninjektionen zu therapieren. Auf dem Arbeitsplatz sollten die Arbeitshaltung und Höhe der Arbeitsflächen überprüft werden.

EIGENE THERAPIE
: In der Anfangsphase sollten schmerzhafte Bewegungen vermieden und der Arm ruhiggestellt werden. Kühlung lindert die Symptomatik und beschleunigt den Heilungsprozess.

PROGNOSE
: Die Symptome bilden sich je nach Schweregrad der Erkrankung innerhalb von einigen Wochen oder Monaten wieder zurück.



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7) Karpaltunnelsyndrom



DIAGNOSE
: Syndroma canalis carpi  
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Karpaltunnelsyndrom

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Der Karpaltunnel besteht aus vier Handwurzelknochen und einer diese Knochen verbindenden Sehne. Im Karpaltunnel verlaufen die Sehnen der Fingerbeugermuskeln, Blutgefäße und der die Hand versorgende Nerv. Beim Karpaltunnelsyndrom ist dieser Nerv eingeklemmt. Als Ursache dafür kommen Entzündungen, rheumatische Erkrankungen, Unterarmfrakturen, Diabetes und bei Frauen Schwellungen im Zusammenhang mit den Wechseljahren in Betracht. Meistens bleibt die eigentliche Ursache ungeklärt. Die Erkrankung tritt häufig bei älteren Frauen auf.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Meistens beginnt das Karpaltunnelsyndrom mit nächtlichen Empfindungen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Es treten Schmerzen, Schwellungen, Stechen, Steifigkeit und Einschlafen der Finger auf. Die Hand fühlt sich plump an und dem Patienten fallen häufig Sachen aus der Hand. Das Bewegen und Massieren der Finger hilft etwas.

UNTERSUCHUNGEN
: Der Arzt kann die durch die klinische Untersuchung gestellte Diagnose durch ein ENMG (Messung der Nervenleitungsgeschwindigkeit) und durch Ultraschall sichern.

BEHANDLUNG
: Behandlung der Primärerkrankung; in weit fortgeschrittenen Fällen werden durch Operationen gute Ergebnisse erzielt. Bei der Operation wird der Karpaltunnel erweitert, indem die Sehnenscheide entweder gespalten oder ganz entfernt wird.

EIGENE THERAPIE
: Kühlung vermindert die Schwellung und die Symptomatik.

PROGNOSE
: Die Beschwerden werden oft chronisch, wenn der Behandlungsbeginn in die Länge gezogen wird. Ansonsten ist die Prognose gut.


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8) Sehnenscheidenentzündung



DIAGNOSE
: Peritendinitis
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Sehnenscheidenentzündung, Entzündung des Sehnengleitgewebes, Entzündung der Muskel-Sehnenansatzstelle

  
ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Bei der Peritendinitis sammelt sich Flüssigkeit und Fibrin im Paratenonium (Sehnengleitgewebe) an, die Sehne und Sehnenscheide sind meist normal. Eine Peitendinitis entsteht als Folge mechanischer Abnutzung und Ermüdung der Muskulatur, das heißt es handelt sich um eine Erkrankung, die typischerweise durch Belastung entsteht. Die Blutreserven der Gewebe nehmen mit dem Alter ab, was das gehäufte Auftreten dieser Art von Erkrankung im höheren Alter erklärt. Die Erkrankung zeigt keine bedeutsame Geschlechterverteilung. Als Risikofaktoren einer Peritendinitis gelten wiederholte Belastung bei der Arbeit (Wiederholung gleicher Bewegungsabläufe, hoher Kraftaufwand), Extremstellungen der Handgelenke und stumpfe Traumata oder Zerrungen. Auch monotone Arbeit und Kälteeinwirkung können zu einer Peritendinitis führen.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Typischerweise treten Schmerzen im Bereich der Sehne und des Muskel-Sehnen-Ansatzes auf. Die Beweglichkeit der Sehne ist eingeschränkt. Die Symptomatik ist oft morgens am schlimmsten, und die Funktion verbessert sich durch leichte Aktivität. Die Sehne kann geschwollen und bewegungsschmerzhaft sein. Die Peritendinitis ist oft im oberen Anteil der Elle lokalisiert, und die Sehne kann als längliches Gebilde an der Rückseite der Elle zu sehen sein. Manchmal entsteht durch Bewegung der Sehne ein reibendes Geräusch. Dies hat mit der Fibrinablagerung im geschwollenen Gewebe zu tun .In schweren Fällen können auch Ruheschmerzen auftreten. Belastung verschlimmert die Symptomatik. Ruhe und Kühlung lindern die Symptome.

UNTERSUCHUNGEN
: Eine genaue klinische Untersuchung reicht zur Diagnosestellung meist aus. Ein Ultraschall kann die Diagnose bestätigen.

BEHANDLUNG
: Erkrankungen im Muskel-Sehnenbereich der Hand sind meist gut konservativ zu behandeln. Die Therapie besteht dabei im wesentlichen aus Schonung und Ruhe. Eine Operation wird benötigt, wenn die Sehnenverdickung eine Funktionsstörung der Hand zur Folge hat. Wenn die Ruhigstellung allein nicht ausreichend ist, kann die Hand geschient werden. Die intravenöse Gabe von Heparin beschleunigt oft den Heilungsprozess der Peritendinitis. An physikalischer Therapie sind Kühlung, Ultraschall und Mikrostromtherapie für die Behandlung von Entzündung und Schmerzen geeignet. Leichte Dehnungsübungen zur Verbesserung der Muskeldehnbarkeit und zur Vorbeugung von Verwachsungen sind auch sehr sinnvoll. Die Aktivierung der gesunden Handmuskulatur ist wichtig, ebenso eine ergonomische Beratung zur richtigen Belastung.

EIGENE THERAPIE
: Gegen die Schmerzen können Schmerzmittel eingenommen werden. Der schmerzhafte Bereich sollte zusätzlich alle 2-3 Stunden etwa 15 Min. lang mit Eisbeuteln behandelt werden. Eine Hochlagerung der Hand kann die Schwellung vermindern.

PROGNOSE
: Akute Peritendinitiden heilen unter entsprechender Therapie meist innerhalb von drei Wochen. Ohne oder mit unzureichender Therapie kann die Erkrankung leicht chronisch werden und Monate, sogar Jahre anhalten. Wenn die Arbeitsbelastung der Hand nicht geändert wird, ist das Wiederholungsrisiko groß.


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9) Gelenkrheuma



DIAGNOSE
: Arthritis rheumatoides
BILDBESCHREIBUNG
: Die typischen Symptomgebiete im Bereich des Handgelenks.
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Gelenkrheuma

                                

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Das Gelenkrheuma ist eine chronische abakterielle Entzündung eines oder mehrer Gelenke, deren Ursache unbekannt ist. Man vermutet, dass es sich dabei um eine Autoimmunreaktion handelt, bei der der Organismus aus noch unbekannten Gründen das eigene Gelenk als fremd erkennt, dieses angreift und eine Entzündungsreaktion hervorruft. Im Blut sind oft Rheumafaktoren nachweisbar. Handelt es sich um eine Folgereaktion einer Virusinfektion, fehlt der Rheumafaktor im Blut. Am Gelenkrheuma erkranken meist junge Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren oder ältere Personen im Alter von 45 bis 55 Jahren. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Die Symptome sind von Patient zu Patient sehr verschieden. Am häufigsten treten Schmerzen, Schwellung und Steifheit in einem oder mehreren Gelenken auf. Die Symptome sind morgens und bei Bewegungsbeginn besonders stark ausgeprägt. Das Gelenk ist oft geschwollen und die Haut erwärmt. Die kleinen Gelenke der Extremitäten zeigen diese Symptome am häufigsten. Weitere Symptome sind: Fieber, Abgeschlagenheit und Anämie. Im Laufe der Erkrankung wechseln schmerzhafte und schmerzfreie Phasen ab, wobei die Intervalle individuell unterschiedlich lang sein können. Mit fortschreiten der Erkrankung werden die Gelenke zunehmend abgenutzt, woraus Fehlstellungen resultieren können. Es können Knötchen und Vernarbungen an den Sehnen entstehen, die mit der Zeit zu einer Verstärkung der Fehlstellung führen. Dies tritt vor allem an den Händen auf. Die Symptomatik wird durch zu starke Belastung, vor allem während der Schmerz- und Entzündungsphase, verschlimmert.

UNTERSUCHUNGEN
: Röntgenbilder zeigen die Gelenkveränderungen, im Blut sind Entzündungs- und Rheumafaktoren nachweisbar.

BEHANDLUNG
: Die Rheumabehandlung ist rein symptomatisch, eine erfolgreiche Therapie besteht noch nicht.

a) Medikation: Schmerzmittel, entzündungshemmende Medikamente, Antirheumatika (Penicillamin, Goldverbindungen)

b) Physiotherapie: Krankengymnastik, Wärme/Kühlung, Weichteilbehandlung.

Ein guter Allgemeinzustand, regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und ein geregeltes Leben sind weiterhin hilfreich. Während der schmerzfreien Intervalle wird eine Weichteilbehandlung empfohlen, während der Schmerzphase sollte das Gelenk gekühlt und durch eine Schiene gestützt werden.

c) Kortikosteroidinjektionen in das Gelenk

d) Krankengymnastik: Übungen zum Bewältigen alltäglicher Aufgaben

e) Operationen: Säuberung der Gelenke, Eingriffe an den Sehnen, Einbau von künstlichen Gelenken.

EIGENE THERAPIE
: Ein guter Allgemeinzustand, regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und regelmäßige Lebensgewohnheiten helfen bei der Symptomlinderung.

PROGNOSE
: Mit Hilfe der medikamentösen und physiotherapeutischen Behandlung, Bewegung und Diäteinhaltung können die Symptome minimiert und die degenerativen Prozesse im Gelenk verlangsamt werden. Das Rheuma kann zwar nicht vollständig geheilt werden, in manchen Fällen kann jedoch ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden.






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