Therapiezentrum Gößweinstein

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Wirbelsäule allgemein

Gesundheisinfo

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Ihr Poser Markus

 
1) Morbus Scheuermann
2) Skoliose
3) Osteoporose
4) Rippen-Wirbel-Syndrom (Costovertebra/transversus Schmerzsyndrom)
5) Brustwirbelfraktur
6) Sympatikus-Syndrom
 

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1) Morbus Scheuermann


DIAGNOSE
: Morbus Scheuermann
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Wachstumsstörung an der Wirbelkörper-Bandscheibengrenze

BILDBESCHREIBUNG
:

1. Typische Körperhaltung bei Morbus Scheuermann
2. Keilförmige Brustwirbel

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Patienten mit einem Morbus Scheuermann leiden an einer Wachstumsstörung an der Wirbelkörper-Bandscheibengrenze, die am Ende des Wachstums im Alter von 13 bis 17 Jahren auftritt. Dabei kommt es zur Keilwirbelbildung und zur Ausbildung eines Rundrückens. Zusätzlich kann sich eine verstärkte Lendenlordose entwickeln.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Zu den am häufigsten auftretenden Symptomen gehören Schmerzen im Übergangsbereich von der Brust- zur Lendenwirbelsäule. Die Muskulatur ist druckschmerzhaft, und es kann zu Verspannungen der hinteren Oberschenkelmuskulatur kommen. Im Laufe der Zeit nimmt die Brustkyphose zu und die Beweglichkeit im Rücken ab.

UNTERSUCHUNGEN
: Anamnese, Röntgenbilder.

BEHANDLUNG
: Erste Maßnahme sollte eine Verbesserung der Körperhaltung sein, dafür sind Bewegungsübungen mit Rückwärtsneigung hilfreich. Das Bett sollte stabil sein, und der Patient bevorzugt auf dem Bauch schlafen. Bei jungen Patienten im Wachstumsschub kann sich die Kyphose noch verstärken, in diesem Fall kann die Behandlung mit einem Korsett hilfreich sein. Die Schmerzen können in der Physiotherapie mit Hilfe der sog. Zugtherapie gelindert werden.

EIGENE THERAPIE
: Die physiktherapeutischen Übungen zur Erhaltung der Beweglichkeit und Stärkung der Rückenmuskulatur sind wichtig. Da die Belastbarkeit des Rückens vermindert ist, sollte Überlastung vermieden werden.

PROGNOSE
: Die Erkrankung kann später zu Beschwerden des unteren Rückens führen.


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2) Skoliose



DIAGNOSE
: Scoliosis idiopathica juvenelis
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Skoliose ( Seitliche Verkrümung der Wirbelsäule )



ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Eine normale Wirbelsäule ist von vorne/hinten gesehen annähernd gerade. Eine seitliche Krümmung, die mit einer Drehung der Wirbelsäule einhergeht, wird als Skoliose bezeichnet. Eine Skoliose kann idiopathisch sein oder sekundär durch andere Erkrankungen entstehen. Die Skoliose ist funktionell, wenn sie sich im Liegen oder beim nach vorne Beugen zurückbildet und strukturell, wenn sie zum Beispiel beim Vorwärtsbeugen bestehen bleibt. 85% aller Skoliosen sind idiopathisch. Die Ursachen für die Entstehung einer idiopathischen Skoliose sind nicht bekannt.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Der Patient kann beschwerdefrei bleiben, durch die Fehlbelastung der Wirbelsäule und der Muskulatur können jedoch Rückenschmerzen entstehen. In höherem Alter kann die Fehlbelastung zu Abnutzung in den Hüftgelenken und Lendenwirbeln führen.

UNTERSUCHUNGEN
: Es sollte immer eine sorgfältige Untersuchung durch einen Arzt erfolgen. Es werden Röntgenbilder vom Rücken gemacht, die Aufschluss über den Schweregrad der Skoliose geben können.

BEHANDLUNG
: Ein durch die Skoliose entstandener Beinlängenunterschied wird mit Einlagen behandelt. Längenunterschiede sind jedoch recht häufig und müssen in leichten Fällen (unter 1.5 cm) nicht unbedingt korrigiert werden, bei Differenzen von mehr als 2 cm sollte möglichst früh eingegriffen werden. Eine im frühen Kindesalter festgestellte Skoliose kann evtl. mit einem Korsett behandelt werden. Eine Operation ist indiziert, wenn die Skoliose sich auch nach der Korsettbehandlung noch verstärkt. Die Therapie einer leichten Skoliose besteht aus Übungen zur Muskelstärkung und aus Entlastung des Rückens.

EIGENE THERAPIE
: Aufrechterhaltung von guter Kondition und Muskelkraft.

PROGNOSE
: Die Prognose variiert je nach Art und Schweregrad der Skoliose.   


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3) Osteoporose


DIAGNOSE
: Senile osteoporosis
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Altersbedingter Knochenschwund



BILDBESCHREIBUNG
: Typischerweise betroffene Knochenschwundgebiete

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Die geringe Knochenmasse im Alter beruht auf zwei Faktoren. Erstens wird sie durch die maximale Knochenmasse in der Wachstumszeit und im frühen Erwachsenenalter bestimmt. Zweitens spielt die Geschwindigkeit und Dauer des Knochenschwunds im höheren Alter eine Rolle. Die maximale Knochenmasse wird in den ersten dreißig Lebensjahren erreicht. In der Kindheit nimmt der Mineraliengehalt des Knochens relativ konstant und während der Pubertät rasch zu. Nach Erreichen des 15.Lebensjahres beträgt die Zunahme des Knochen-Gesamtkalziumgehaltes nur noch 5%. Erbfaktoren spielen dabei eine größere Rolle als Umweltfaktoren wie Ernährung oder Bewegung. Die Knochenmasse beginnt ab dem 30.Lebensjahr wieder abzunehmen. Bei Frauen können zwei Mechanismen unterschieden werden: der rein altersbedingte Knochenschwund und ein während der Menopause gesteigerter Knochenabbau. Man nimmt an, dass dabei die Hälfte der verlorenen Knochenmasse auf altersbedingte Osteoporose beruht und die andere Hälfte durch die Osteoporose in der Menopause zustande kommt. Das weibliche und männliche  Knochensystem verhalten sich im Alter unterschiedlich. Bei der Osteoporose nimmt die Knochendichte der Röhrenknochen ab, und die Knochenbalken der kurzen Knochen (z.B. Wirbelkörper) werden schmaler oder verschwinden ganz. Bei Frauen tritt dies wesentlich häufiger auf als bei Männern; der Grund hierfür ist noch unbekannt. Bei Männern nimmt die Knochenmasse hauptsächlich dadurch ab, dass mit dem Alter die Knochenneubildung verlangsamt ist. Dichtemessungen zeigen, dass die Knochendichte der Wirbelkörper bei Männern etwa 0.5-0.8%, bei Frauen etwa 0.8-1.0% jährlich abnimmt. Bei Frauen steigt die Dichteabnahme in der Zeit nach der Menopause auf 2-3% jährlich.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Oft haben die Patienten keine Beschwerden, Schmerzen treten meist erst im Zusammenhang mit einem Knochenbruch auf. Manchmal können durch Mikrofrakturen chronische Schmerzen entstehen. Frakturen also Knochenbrüche treten meist am Oberschenkelhals oder an Wirbeln auf.

UNTERSUCHUNGEN
: Dichtemessung des Knochens. Eine Osteoporose kann manchmal auch aus Negativröntgenbildern, Kernspin- oder Computertomographiebildern diagnostiziert werden.

BEHANDLUNG
: Prophylaxe ist die beste Behandlung, dazu kommt richtige Ernährung und viel Bewegung in der Jugend. In höherem Alter ist ein Zusatz von Vitamin D zur Nahrung sinnvoll, weil dadurch die Kalziumresorption verbessert wird. Bei Frauen ist die Gabe von Östrogenen während der Menopause hilfreich (bei Männern sind es Androgene). Eine Osteoporose kann entweder durch Stimulation des Knochenwachstums (z.B. anabole Steroide) oder durch Verminderung der Resorptionsaktivität (z.B. Biphosphate) verhindert werden. Mit allen Medikamenten sind jedoch auch unerwünschte Nebenwirkungen verbunden. Eine neue Perspektive in der Osteoporosebehandlung bietet die Entdeckung knocheneigener Wachstumsfaktoren, die unter Umständen in der Zukunft eingesetzt werden sollen. Die Knochenmasse kann auch nach der Menopause noch durch richtige Belastung positiv beeinflusst werden. Günstige Sportarten sind Gehen, Laufen, Tanzen. Ein Problem stellt das durch den Sport erhöhte Risiko von Verletzungen und Knochenbrüchen dar. Die Osteoporose wird intensiv untersucht, sodass in Zukunft in Behandlungsarten und Erfolg eine deutliche Verbesserung zu erwarten ist.

EIGENE THERAPIE
: Ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung.

PROGNOSE
: Knochenbrüchen kann durch entsprechende Organisation im Haushalt (Überprüfung von Teppichen und Fußleisten, Verbesserung der Beleuchtung etc.) sowie durch regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung vorgebeugt werden. Treten Knochenbrüche dennoch auf, heilen sie trotz Osteoporose aus. Die Dauer des Heilungsprozesses ist dabei jedoch meist verlängert.   



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4) Rippen-Wirbel-Syndrom



DIAGNOSE
: Costovertebra/transversus Schmerzsyndrom
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Probleme im Bereich der Rippen-Wirbel-Verbindung



ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Die Rippen sind sowohl am Wirbelkörper als auch am Wirbelquerfortsatz mit der Wirbelsäule verbunden. Diese Verbindungsstellen tendieren dazu, zu blockieren. Dies passiert typischerweise bei den Rippen 1-7, aber es kommt auch bei unteren Rippen (8-12) vor. Die Ursache kann ein Sturz, Stoß, eine Dehnung, Niesen oder Husten sein. Die Folge ist eine Reizung der Verbindungsstelle und umliegender Gewebe. In den obengenannten Gelenken hat man auch degenerative Veränderungen beobachtet, die durch Haltungsänderungen der Wirbelsäule, durch Überlastung oder wiederholte Fehlstellungen entstehen können.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Stechende Schmerzen in der Rippen-Wirbel-Verbindungsstelle und Krampf der umliegenden Muskeln. Die Schmerzen können über die Seite nach vorne ausstrahlen. Das Atmen ist oft schmerzhaft.

UNTERSUCHUNGEN
: Für die Diagnose ist die klinische Untersuchung ausreichend. Degenerative Veränderungen sind auf  Röntgenbildern sichtbar.

BEHANDLUNG
: Wenn die Situation akut ist und es sich um eine Gelenkblockade handelt, werden mit der Physiotherapie gute Ergebnisse erzielt. Diese besteht dann aus einer Normalisierung der Beweglichkeit der Rippe. Schmerzmittel sind meistens hilfreich, wenn die Symptome jedoch anhalten, sollte man versuchen, diese mit einer Injektionstherapie zu lindern.

EIGENE THERAPIE
: Man kann versuchen, die Blockade mit Dehnungsübungen zu lösen. Wenn die Schmerzen nicht nachlassen, können die Symptome oft mit Kühlung und Schmerzmedikation gelindert werden.

PROGNOSE
: Unter entsprechender Therapie ist die Prognose meistens gut. Längeres Fortbestehen der Symptome erfordert aktive Mitarbeit des Patienten, damit die Symptome nicht wieder auftreten.


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5) Brustwirbelfraktur

DIAGNOSE
: Fractura columnae vertebralis thoracalis
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE
: Fraktur eines Brustwirbels



ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Ein kräftiger Stoß von unten, vor allem im Sitzen, kann eine Kompressionsfraktur eines unteren Brustwirbels verursachen. Typische Ursachen sind auch Unfälle sowie Fallen aus großer Höhe. Als Folge kann der Wirbelkörper keilförmig gestaucht werden, ohne dass zwangsläufig ein Knochenbruch vorliegt. Die Osteoporose ist ein prädisponierender Faktor für das Auftreten der Erkrankung.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Die Symptome bei einer Fraktur sind: Schmerzen im Rücken, die aus der Brustwirbelsäule in den Bereich der Lendenwirbelsäule und in den Bauch ausstrahlen. Die Wirbelkompression verursacht oft eine Überlastung der Gelenkbänder, eine Ermüdung der zugehörigen Muskeln und dadurch anhaltende Rückenschmerzen.

UNTERSUCHUNGEN
: Klinische Untersuchung durch den Arzt. Röntgenuntersuchung.

BEHANDLUNG
: In der Anfangsphase Ruhigstellung. Die Therapie richtet sich nach den Anweisungen des Arztes. Die Physiotherapie, die nach der akuten Phase beginnt, beinhaltet eine schmerzlindernde physikalische Therapie und eine Weichteilbehandlung. Zudem ist es wichtig, geeignete Bewegungsformen zu finden.

EIGENE THERAPIE
: Nach Abklingen der akuten Phase sollte zur Vorbeugung von Osteoporose für ausreichend Bewegung gesorgt werden.

PROGNOSE
: Die Rehabilitation erfordert ein sinnvolles Maß an Bewegung und Vermeidung von Überlastung. Nach Verheilung der Fraktur sind die Patienten meist beschwerdefrei, die Belastbarkeit ist jedoch aufgrund der vorausgegangenen Fraktur herabgesetzt.

  

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6) Sympatikus - Syndrom


DIAGNOSE: Sympathikus-Symptome des Thoraxbereichs
ÜBERSETZUNG DER DIAGNOSE: Sympathikus-Syndrom des Brustwirbelsäulenbereichs



BILDBESCHREIBUNG
: Nervenreizung im Bereich der Brustwirbelsäule, durch die im Sympathikus-Versorgungsgebiet Symptome entstehen.

ENTSTEHUNGSMECHANISMUS
: Im Bereich der Brustwirbelsäule bildet der Sympathikus einen perlenschnurartigen Grenzstrang, der beidseits der Wirbelsäule verläuft. Der Sympathikus bildet Nervengeflechte mit Spinalnerven des Brustwirbelsäulenbereichs. Sympathikus- Symptome können u.a. durch knöcherne Veränderungen der Wirbelsäule oder durch Störungen der Wirbelbeweglichkeit entstehen. Der sympathische Nervenstrang wird entweder direkt oder indirekt gereizt.

SYMPTOME DES PATIENTEN
: Der Sympathikus versucht, körperliche Funktionen in Stress - und Krisensituationen zu effektivieren. Dabei wird der Puls schneller, die Pupillen weiter, die Verdauungsfunktion vom Magen-Darm-Trakt wird langsamer, die Schweißproduktion nimmt zu. Vom sympathischen Grenzstrang gibt es Verbindungen zu vielen inneren Organen und Körperbereichen, z.B. in den Nacken, in die Extremitäten, ins Herz, in die Lungen, den Magen, Darm, die Leber, Nieren und Geschlechtsorgane. Die Reizung des Sympathikus kann in jedes der sympathisch innervierten Organe ausstrahlen, deshalb sind Art und Intensität der Symptome sehr unterschiedlich. Relativ häufig treten, aufgrund von Funktionsstörungen der oberen Brustwirbelsäule, Symptome auf, die an Herzbeschwerden erinnern, z.B. Schwitzen und ein drückendes Gefühl hinter dem Brustbein.

UNTERSUCHUNGEN
: Die Funktion des Sympathikus kann nicht direkt untersucht oder gemessen werden. Mit einer Funktions- und Beweglichkeitsuntersuchung der Brustwirbel und einer Sympathikusreizung kann dessen Anteil an der Entstehung der Symptome abgeschätzt werden.

BEHANDLUNG
: Behandlung der von der Brustwirbelsäule ausgehenden Reizung und Normalisierung der Wirbelsäulenbeweglichkeit z.B. mit Physiotherapie. Die Sympathikusfunktion kann mit sogenannten Nervenblockaden also Leitungsanästhetika verlangsamt werden. Mit der Reizstromtherapie kann die Sympathikusfunktion ebenfalls beeinflusst werden.

EIGENE THERAPIE
: Die Sympathikusreizung kann durch Aufrechterhaltung der Wirbelsäulenbeweglichkeit und Stärkung der Rückenmuskulatur gelindert werden.

PROGNOSE
: Die Symptome klingen durch Korrigierung der Funktionsstörung der Brustwirbelsäule meist ab.


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